• Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor einem Logistikzentrum in Leimen (Rhein-Neckar-Kreis). 
  • Foto: dpa

Nach Anschlagsserie bei Lidl & Co: Verdächtiges Paket in DHL-Lager sorgt für Aufregung

Leimen –

Am Samstagvormittag musste ein DHL-Verteilzentrum in Baden-Württemberg plötzlich evakuiert werden. Es war ein verdächtiges Paket aufgefallen, Medienberichten zufolge hatte es sogar gebrannt. Die Sorge war groß, dass es einen Zusammenhang zwischen den Briefbomben gab, die in den letzten Tagen unter anderem an die Lidl-Zentrale in Baden-Württemberg geschickt wurden. Nun hat die Polizei erste Erkenntnisse. 

Man kann wieder durchatmen: Entschärfer des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg haben das verdächtige Paket geöffnet – dabei wurde kein sprengstoffverdächtiger Inhalt festgestellt. Eine auffällige Verfärbung der Hülle hatte den Verdacht erregt, das Paket könnte Sprengstoff beinhalten. Nun schließen die Ermittler einen Zusammenhang mit den explosiven Postsendungen aus. 

Lidl, Hipp, Capri Sonne: War es der gleiche Täter?

Medienberichten zufolge war das Paket, das sich in einem Transportwagen befand, plötzlich in Flammen aufgegangen. Offiziell bestätigt wurde dies jedoch nicht.

Sonderkommission untersucht Anschlagsserie

In dem Bundesland hatte es kürzlich eine Reihe von Anschlägen gegeben: Neben Briefbomben, die vergangene Woche erst in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm und später beim Capri Sonne-Hersteller ADM Wild in Eppelheim explodierten, konnte beim Babynahrungshersteller Hipp in Bayern Schlimmeres verhindert werden. Hier wurde die Bombe frühzeitig entschärft.

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Bei Lidl und Capri Sonne wurden mehrere Mitarbeiter verletzt. Die Anschlagsserie wird derzeit von einer Sonderkommission mit 100 Ermittlern untersucht. Vermutlich geht sie auf das Konto eines Täters oder einer Gruppe. (alp/dpa)

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