Wes und sein Vater Elijah sind die neuen schwarzen Puppen in der US-Ausgabe der „Sesamstraße“. Sie sollen ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
  • Wes und sein Vater Elijah sind die neuen schwarzen Puppen in der US-Ausgabe der „Sesamstraße“. Sie sollen ein Zeichen gegen Rassismus setzen.
  • Foto: picture alliance/dpa/Sesame Workshop

Kunterbunte „Sesamstraße“: Schwarze Puppen setzen Zeichen gegen Rassismus

New York/Berlin –

Die „Sesamstraße“ war schon immer kunterbunt. In der Kindersendung setzen jetzt zwei neue schwarze Puppen in den USA ein Zeichen gegen Rassismus. Elijah und Wes sollen für Toleranz und Aufklärung sorgen. 

Der „Sesamstraße“-Bewohner Elmo, ein kleines rotes Pelzmonster, trifft in einem neuen Spot den kleinen Wes und seinen Vater Elijah. „Warum ist die Haut von Wes dunkel?“, fragt Elmo geradeheraus Vater und Sohn. „Ich weiß es, Elmo“, antwortet Wes. „Meine Mami und mein Papi haben es mir gesagt, das hat mit Melanin zu tun, nicht wahr, Papi?“ Der Vater: „Das ist richtig. (…) Melanin hat jeder von uns im Körper. Es gibt unserem Körper außen seine Farbe. Es gibt auch unseren Augen und unserem Haar die Farbe.“

Vielfalt und Politik in der Sesamstraße

Gesellschaftliche Vielfalt und Politik spielten in der Kindersendung schon immer eine Rolle. 2013 stellte die US-Version eine Puppe namens Alex vor, deren Vater im Gefängnis sitzt. In der südafrikanischen Variante gibt es „Kami“, eine mit HIV infizierte Figur.

Die Identität anderer wertschätzen

Jeanette Betancourt sitzt in der Führungsetage des Sesame Workshop in New York, der die „Sesamstraße“ produziert. Sie betont, dass man dort jedes Problem durch die Augen eines Kindes betrachten wolle: „Kinder sind nicht farbenblind. Sie bemerken als Kleinkinder schon Unterschiede in der Hautfarbe und entwickeln auch sehr früh ein Identitätsgefühl.“

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Genau darauf ziele die Kampagne ab, erläuterte Betancourt: „Indem wir zu den notwendigen Gesprächen ermutigen, können wir Kindern dabei helfen, ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln und die Identität anderer wertzuschätzen.“ (dpa/wb) 

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