• Fips Asmussen
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Kult-Komiker : Fips Asmussen ist tot

Querfurt –

Er erzählte Witze im Sekundentakt. Nun gibt es traurige Nachrichten von Kult-Komiker Fips Asmussen. Der König der Schenkelklopfer ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Fips Asmussen verstarb in einem Krankenhaus in Querfurt in Sachsen-Anhalt, wie „Bild“ unter Berufung auf seine Tochter berichtet. 

Fips Asmussen ist tot – er war gebürtiger Hamburger

Ein typischer Witz von ihm ging so: „Ich habe so ’ne Macke: Ich steck ‚ mein Handy immer in die Gesäßtasche und stelle es auf Vibration. Immer wenn ich furzen muss, denk‘ ich, ich bekomm ’nen Anruf!“ Oder auch: „Welche Vögel haben den Schwanz vorne? Antwort: Die Kastelruther Spatzen!“ Politische Korrektheit war für ihn ein Fremdwort, die Witze, die er im Stakkato rausballerte, gern unter der Gürtellinie – und nicht jedermanns Geschmack. 

Fips Asmussen wurde als Rainer Pries in Hamburg geboren, vor etwas mehr als 20 Jahren zog er der Liebe wegen nach Querfurt. Der Mann mit der Lockenfrisur lernte Schriftsetzer, unter anderem bei der MOPO, parallel machte er einen Abschluss als Werbefachmann. In der Ifflandstraße (Hohenfelde) betrieb er Anfang der 70er Jahre die Kneipe „Die violette Zwiebel“, wo er die Gäste mit Brecht-Liedern und Tucholsky-Gedichten unterhielt.

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Tod von Fips Asmussen: Er war berühmt für seine Witze

Fünf Jahrzehnte war er als Komiker unterwegs, er verkaufte mehr als sieben Millionen Tonträger. Wie er auf seine Witze kommt? „Ich habe immer meine Ohren aufgehalten. Und wenn ich mal einen Gag hörte, hab ich versucht, den umzumünzen auf meinen Humor. Ich habe bisher 52 CDs gemacht, die alle ’ne Stunde dauern. Gag auf Gag. Ich weiß ja gar nicht mehr wohin mit dem ganzen Repertoire“, sagte er 2018 in einem Interview mit der MOPO. 

Kritik an seinen anzüglichen Witzen nahm er nicht ernst. „Ach, Gott, das ist doch albern. Ich habe schon immer Witze über Minderheiten gemacht, es müssen ja nicht Behinderte sein. Minderheiten sind wir ja alle irgendwo, in bestimmten Bereichen, ob Kinder, Frauen oder Männer“, sagte er damals. 

Fips Asmussen war stolz auf sein junges Publikum

Er war sehr stolz darauf, viele junge Zuschauer zu haben. „Früher haben mir Leute gesagt: Dein Publikum stirbt dir weg. Heute sind 80, 90 Prozent meines Publikums jung, das heißt: von 25 bis 45. Man muss glaubhaft sein, das ist das Geheimnis“, sagte er der MOPO.

Wie die „Bild“ berichtet, ist der dreifache Vater am vergangenen Sonntag an einem Krebsleiden verstorben. Nur drei Tage zuvor soll er in die Klinik eingeliefert worden sein. 

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