Ein Rettungsfahrzeug in den Schweizer Bergen
  • Ein Rettungsfahrzeug in den Schweizer Bergen
  • Foto: imago images/Geisser

Krasse Mengen Neuschnee: Mindestens zwei Menschen sterben in den Alpen

Bern –

Tödliches Weiß: Nach großen Mengen Neuschnee sind in der Schweiz zwei Menschen ums Leben gekommen.

In Stoos im Kanton Schwyz starb ein 49-jähriger Skifahrer nach einem Lawinenabgang, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Auch in Engelberg im Kanton Obwalden verlor eine Person ihr Leben, nachdem sie unter die Schneemassen gekommen war. Eine weiterer Wintersportler wurde schwer verletzt, eine dritte Person konnte unverletzt geborgen werden. Die Suche nach möglichen weiteren Verschütteten dauerte noch an, wie die Polizei mitteilte. 

Schweiz kämpft mit riesigen Neuschnee-Mengen

In Adelboden im Kanton Bern soll es laut dem Online-Portal „20 Minuten“ ebenfalls Lawinenabgänge mit mindestens einer vermissten Person gegeben haben. In Verbier im Kanton Wallis kam es demnach auch zu mehreren Lawinenabgängen außerhalb der Piste. Unter den Schneemassen wurde aber niemand vermutet.

Dutzende eingeschneite Fahrräder in Zürich.

Dutzende eingeschneite Fahrräder in Zürich.

Foto:

imago images/Geisser

Seit Mitte der Woche fiel so viel Schnee, wie ansonsten in der Schweiz nur alle 20 Jahre gemessen wurde. In den Alpen waren es ein bis zwei Meter. Der massive Schneefall der vergangenen Tage legte zuletzt auch den öffentlichen Verkehr in Zürich lahm. Straßenbahnen und Busse kamen im Stadtgebiet nicht mehr oder nur auf Teilstrecken weiter.

Weiterer Schnee in der Schweiz angekündigt

Polizei und Feuerwehr mussten zu Hunderten Einsätzen ausrücken, weil Bäume auf Straßen, Autos und Stromleitungen gestürzt waren. Lastwagen blieben zum Teil im Schnee stecken. Das Wetter führte zu Störungen im Bahnverkehr des Landes. Die Post konnte in einigen Ortschaften keine Briefe mehr zustellen.

Der Wetterdienst Meteonews warnte, dass in den Bergen in der Nacht zum Sonntag erneut bis zu 50 Zentimeter Schnee fallen könnten. Das könnte dem Wetterdienst zufolge zu einer weiteren Lawinengefahr in den Alpen führen.

Auch andernorts in Europa kämpfen die Menschen gerade gegen krasse Mengen Neuschnee – zum Beispiel in der spanischen Hauptstadt Madrid, die in der zurückliegenden Woche sogar Jahrhundertschneefälle verzeichnete. (mik/dpa)

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