• Foto: Facebook-Account Yaseen Gabr

„Keine Araber“ : Mann bewirbt sich in Architekturbüro und ist fassungslos über Antwort

Berlin –

Ein Mann bewirbt sich in Berlin für ein Praktikum bei einem Architekturbüro, so weit, so normal. Doch dann bekommt der Bewerber eine E-Mail, die wohl nicht für seine Augen bestimmt war.

Der junge Mann aus Ägypten teilt daraufhin einen Screenshot der Mail, die in seinem Postfach eintrudelte und ihn fassungslos zurückließ, auf seinem Facebook-Profil.

„Bitte keine Araber“: Schockierende Antwort auf Bewerbung

Unter dem Titel „das schlimmste Ablehnungsschreiben, das man erhalten kann“, teilt der Bewerber die Nachricht, die von der Büroleiterin wohl eher intern versendet werden sollte. Name, E-Mail-Adressen und Telefonnummer schwärzte er dabei.

Doch die Botschaft der Nachricht sticht heraus: „Liebe XXX, bitte keine Araber“, ist eindeutig zu lesen.

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Diese Antwort bekam der Mann auf seine Bewerbung in einem Berliner Architekturbüro.

Foto:

Facebook-Account Yaseen Gabr

Kölnerin springt Bewerber zur Seite

Es dauerte nicht lange, bis der Post die Runde machte und auf diversen Plattformen für Fassungslosigkeit sorgte. Auch die Kölner Autorin Bahar Aslan nahm auf Twitter ausführlich Stellung zu der Mail.

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Aslan schildert in ihren Tweets ausführlich die Probleme, die Menschen mit Migrationshintergrund bei alltäglichen Sachen wie der Job- oder Wohnungssuche haben und nennt auch Beispiele aus ihrem Leben. Das könne man ihrer Meinung nach nicht mehr als Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit bezeichnen, sondern müsse in solchen Fällen von Rassismus reden.

Auch Fernseh-Moderatorin Dunja Hayali solidarisierte sich mit dem Bewerber bei Twitter. „Ich wünschte, ich hätte ein Architekturbüro“, ließ Hayali verlauten.

„Bitte keine Araber“-Mail: Unternehmen reagiert

Das Berliner Architekturbüro hat mittlerweile mit einer Stellungnahme auf die Vorwürfe reagiert. Es soll sich um ein Missverständnis gehandelt haben, da man die Bewerbung einer aktuellen Stellenausschreibung für Projekte in China zugeordnet habe. 

Da der Bewerber die Kriterien für die Stelle in China nicht erfüllte, sei die Bewerbung zunächst an das Sekretariat „mit verkürztem Kommentar“ zurückgeschickt worden. Für viele eine fragwürdige Erklärung.

In der Erklärung war aber auch zu lesen, dass Verantwortliche des Büros bereits am Dienstag mit dem Bewerber telefoniert, sich entschuldigt und ihn zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hätten. Der Bewerber hätte sowohl die Entschuldigung als auch die Einladung angenommen. (cho)

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