Masken sind in Deutschland vielerorts Pflicht.
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Kampf gegen Corona: Wissenschaftler untersuchen: Was bringen Masken wirklich?

San Francisco –

Ohne Schnutenpulli gehen die meisten nicht mehr aus dem Haus – seit Ende April letzten Jahres ist er an öffentlichen Orten Pflicht. Nun will Bayern FFP2-Masken zum Standard machen, denn diese bieten mehr Schutz für den Träger als andere Masken. Doch was bringen die Masken wirklich?

Ein internationales Team um Jeremy Howard von der Universität von San Francisco hat nun wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den Masken analysiert. Dabei stellt es zunächst einmal fest, dass Gesichtsmasken schon durch die Arbeit des chinesischen Arztes Wu Lien-teh zur Bekämpfung der Pestepidemie in der Mandschurei 1910 als wirksames Mittel gegen die Ausbreitung von Seuchen galten.

Masken als Phänomen: Maskennutzung seit Ende Juni 2020 fast weltweit

Außerhalb Ostasiens sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes allerdings seither unüblich geworden – bis zur Covid-19-Pandemie. Ende Juni 2020 lebten der Analyse zufolge fast 90 Prozent der Weltbevölkerung in Regionen mit Maskennutzung – in mehr oder weniger weiten Bereichen ihres Lebens.

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Masken sind nach Auffassung der Autoren unter anderem wichtig, weil Erkrankte in der ersten Phase nach einer Infektion am ansteckendsten seien, wenn sie noch wenige oder keine Symptome zeigten. Eine der untersuchten Studien sei zu dem Schluss gekommen, dass 40 bis 45 Prozent der Infektionen von symptomlosen Menschen ausgehen und deren Infektiosität eventuell auch länger als 14 Tage betragen könne. Mit der Durchsetzung einer möglichst breit geltenden Maskenpflicht könnte das Risiko gesenkt werden, dass eben jene Erkrankte, die noch nichts von ihrer Infektion wüssten, andere ansteckten.

Corona: Forscherteam mahnt zur strikten Regel-Einhaltung

„Wir empfehlen, dass Behördenvertreter und Regierungen die weiträumige Verwendung von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit nachdrücklich fördern, wozu auch die Anwendung entsprechender Vorschriften gehört“, schreiben die Autoren in dem Fachblatt „PNAS“. Außerdem müssten Gesundheitsbehörden klare Richtlinien für die Herstellung, den Gebrauch und die Desinfektion sowie Wiederverwendung von Gesichtsmasken aufstellen.

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Sie schließen: „In Verbindung mit umfassenden Tests, der Rückverfolgung von Kontakten, der Quarantäne von möglicherweise infizierten Personen, dem Händewaschen und dem Abstandhalten sind Gesichtsmasken ein wertvolles Mittel, um die weiterreichende Übertragung zu reduzieren.“ (dpa)

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