• Er sei während der Corona-Beschränkungen dicker geworden - mit dieser Lügengeschichte hat ein Mann in Celle versucht, einer Strafe zu entgehen (Symbolfoto)
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Irre Ausrede: 30 Kilo mehr wegen Corona? Da wurde die Polizei misstrauisch

Celle –

Ein paar Kilo mehr im Lockdown? So geht es vielen. Aber gleich 30? Das konnte die Polizei nicht glauben. Weil er ohne Führerschein unterwegs war, hat ein 26-Jähriger in der niedersächsischen Stadt Celle versucht, sich mit dem Lappen seines deutlich dünneren Bruders auszuweisen.

Der Mann war Polizeiangaben zufolge am Mittwoch in Celle kontrolliert worden. Er habe einen Führerschein, behauptete er demnach. Der liege aber daheim. Dort angekommen, konnte er den Führerschein nicht vorzeigen, angeblich habe er ihn „verlegt“.

Am Donnerstag sei er schließlich mit dem Führerschein des Bruders und der Ausrede auf die Wache gekommen, er sei mangels Sport und Aktivitäten während des Lockdowns äußerlich so verwandelt. Laut Polizei zeigte das Foto einen 20 bis 30 Kilogramm leichteren Mann.

Polizei nach der Aktion misstrauisch: „Es passte halt nicht“

Die Beamten merkten, dass er sich für jemand anderen ausgab. „Es passte halt nicht“, sagte ein Polizeisprecher. „Irgendwann ist er eingeknickt.“ Der vier Jahre ältere Bruder habe von der Aktion des 26-Jährigen nichts gewusst. Begeistert sei er nicht gewesen, als er davon erfahren habe, sagte der Polizeisprecher.

Corona-Ausrede: Ermittlungen gegen 26-Jährigen

Gegen den 26-Jährigen wird wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt – in zwei Fällen: wegen der Fahrt vor der Kontrolle sowie der nach der Kontrolle nach Hause. Außerdem wird ihm Missbrauch von Ausweispapieren vorgeworfen. Unterwegs war er offenbar mit dem Wagen eines befreundeten 36-Jährigen gewesen. Dem wird nun vorgeworfen, das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen zu haben. (wb/dpa)

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