• Prinz Charles im Forschungslabor der Cambridge Universität. Der Royal steht wegen eines Helikopter-Flugs in der Kritik.
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Heftige Kritik: Prinz Charles hält Klima-Rede vor Forschern und hebt dann völlig ab

Köln/London –

Der britische Prinz Philip (98) ist bekannt dafür, in alle möglichen Fettnäpfchen zu treten, auch dessen Enkel Harry (35) leistete sich schon so manchen Fauxpas.

Video: picture alliance / dpa

Diesmal war wieder Prinz Charles (71) an der Reihe. Der flog jetzt ausgerechnet mit dem Privat-Helikopter zu einem Klimagipfel. Während Öko-Aktivisten heftige Kritik üben, hat Charles’ Sprecher eine einfache Erklärung.

Prinz Charles fliegt mit Privat-Heli zu Klima-Rede

Vor diesem Hintergrund hört sich seine Rede an wie blanker Hohn. Im „Wittle Laboratory“ sprach Charles mit und vor einer Gruppe renommierter Wissenschaftler der Universität Cambridge. Diese sind führend in der Erforschung der Dekarbonisierung von Flugreisen und wollen den ersten Flug ohne Kohlenstoff entwickeln.

In seiner Rede forderte Charles die Experten auf, „schnell zu handeln, um diesen armen alten Planeten zu retten“. Kurz darauf verlies er das Labor – und stieg wieder in seinen Helikopter. Völlig abgehoben!

Charles überbrückte so insgesamt 178 Meilen (286 km) in der Luft. Der Helikopter inklusive An- und Abflug zum Royal sogar 368 Meilen (583 km).

Neuer Royal-Skandal? „Das ist die brisanteste Sache, die dem Palast je passiert ist“ (hier lesen Sie mehr)

Prinz Charles: Heftige Kritik an Helikopter-Flug

Wie der britische „Mirror“ berichtet, berechnen Experten die dadurch entstandene CO2-Emission auf rund 2,5 Tonnen. Wäre der Prinz mit dem Auto gefahren, hätte sich diese demnach auf 0,2 Tonnen reduzieren lassen. Ganz nebenbei kostete der Trip auch noch rund 14.000 Euro. Mit dem Zug wäre er nicht nur klimafreundlicher, sondern mir rund 118 Euro auch deutlich günstiger weggekommen.

Öko-Aktivisten kritisierten Charles hart. „Er möchte die Rolle spielen, aber nicht den Weg gehen. Seine Ansicht scheint zu sein, dass es eine Regel für ihn und eine Regel für den Rest von uns gibt“, so Graham Smith von der Anti-Monarchie-Bewegung „Republic“.

Prinz Charles: Sprecher verteidigt Helikopter-Flug

Ein Sprecher des Royals sagte: „Der Prinz ist nicht persönlich in Entscheidungen bezüglich seiner Transportvereinbarungen involviert, obwohl er sicherstellt, dass alle CO2-Emissionen jedes Jahr ausgeglichen werden. Sie basieren auf dem, was innerhalb der Grenzen von Zeit, Entfernung und Sicherheit möglich ist.“

Schon beim Weltwirtschaftsforum in Davos Ende Januar war Charles heftig kritisiert worden. Hier legte er großen Wert darauf, mit einem E-Auto zum Treffen mit Greta Thunberg (17) gefahren zu werden – in elf Tagen zuvor hatte er aber 26.000 km in Privatjets und Hubschraubern zurückgelegt. (sku)

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