• Annalena Baerbock (r.; Grüne) ist überzeugt: Kanzlerin und Mutter – das geht auf jeden Fall!
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Grünen-Chefin Baerbock: Klar kann eine Mutter Kanzlerin!

Berlin –

Nächtelanges Durchverhandeln mit renitenten Landesfürstinnen, Reisen um die Welt, Druck wie in kaum einem anderen Job – sind Kanzler- und Elternschaft vereinbar? Grünen-Chefin Annalena Baerbock, Mama zweier Grundschul-Kinder, sagt: Selbstverständlich kann eine Mutter auch Kanzlerin! Und nennt prominente Beispiele …

In Deutschland wäre eine junge Mutter als Kanzlerin ein Novum. Die früheren Regierungschefs der Bundesrepublik hatten meist ältere Kinder – und sie hatten Frauen an ihrer Seite, die sich kümmerten. Gerhard Schröder (SPD) und Angela Merkel (CDU) sind kinderlos. Mit Annalena Baerbock würde also die erste junge Mutter die Geschicke des Landes lenken.

Baerbock: „Drei Jahre als Parteichefin, Abgeordnete und Mutter stählen“

Noch haben die Grünen nicht entschieden, wen sie überhaupt ins Rennen schicken: Baerbock oder doch Kollege Robert Habeck, der lange als Favorit galt? Die Grünen-Chefin selbst ist jedenfalls sicher, das sie die Nerven für den Job hätte – und führt das nicht zuletzt auch auf ihr Familienleben zurück: „Drei Jahre als Parteichefin, Abgeordnete und Mutter kleiner Kinder stählen ziemlich.“

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Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern mit Tochter Neve Te Aroha und Lebensgefährte Clarke Gayford

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Im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ legte Baerbock noch einmal nach: Angela Merkel habe erfolgreich gezeigt, dass eine Frau Kanzlerin kann. „Diese Frage wird jetzt umgemünzt, ob das eine Mutter kann.“ Baerbock empfiehlt den Blick ins Ausland: „Wenn’s in Neuseeland bei der Premierministerin mit kleinen Kindern funktioniert oder beim kanadischen Premierminister, dann sollte das auch in Deutschland funktionieren können.“

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Kanadas Premier Justin Trudeau und seine Familie bei einem Indien-Besuch

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Wird Baerbock im Frühjahr nominiert, kann sie beweisen, wie weit Deutschland in dieser Frage wirklich ist. (km)

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