• Moritz Bleibtreu als Hagen in einer Szene des Films „Cortex".
  • Foto: Gordon Timpen/Warner Bros./dpa 

Geständnis von Moritz Bleibtreu: Erster eigener Film: „Ich hatte kalte Füße“

Moritz Bleibtreu (49) ist schon seit mehr als 30 Jahren in der Filmbranche aktiv. Regie hat der in Reinbek lebende Schauspieler aber noch nie geführt – bis jetzt. Mit seinem Thriller Cortex” ist enun unter die Regisseure gegangen. Warum der Film eine große Herausforderung für den Familienvater war und welche Verbindung er mit seinem Privatleben hat, das hat er nun verraten. 

Am 22. Oktober kommt Cortex” in die deutschen Kinos. Bleibtreu hat das Drehbuch geschrieben und eine der Hauptrollen übernommen, gedreht wurde in Hamburg und Berlin. Klar, ich habe eine Menge Filme gemacht und sollte eigentlich ganz gut wissen, wie es funktioniert. Aber wenn du das zum ersten Mal machst, bist du genauso unbefangen wie ein Filmhochschüler, der zum ersten Mal einen Kurzfilm macht”, so Bleibtreu zur Deutschen Presse-Agentur. Die kalten Füße werden erst jetzt so langsam wärmer.” 

„Cortex“ von Moritz Bleibtreu: Thriller hat persönliche Ebene

Cortex” dreht sich um den Sicherheitsmann Hagengespielt von Bleibtreu, der wegen intensiver Träume enorme Schlafprobleme hat und bald nicht mehr unterscheiden kann, was Traum ist und was Wirklichkeit. Irgendwann gerät sein Leben komplett außer Kontrolle. 

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In gewisser Weise hat der Film auch eine persönliche Ebene, wie der 49-Jährige der Berliner Zeitung” verraten hatEs geht in Cortex darum, dass du immer nur das bist, was du vorgibst zu sein. Das ist quasi mein Beruf. Ich verbringe die Hälfte meines Lebens damit, mich selbst in den Figuren, die ich spiele, zu finden.” Gleichzeitig sei der Thriller ein abgefuckter” Film, wie er ihn selbst gerne gucke. 

Moritz Bleibtreu: Hilflosigkeit und Albträume im Jugendalter 

Schlafprobleme wie die Hauptfigur habe Bleibtreu allerdings nur selten. In seiner Kindheit und im Jugendalter gab es jedoch Phasen, in denen er viele Albträume hatte. In einem Zeit-Interview spricht er von Gefühlen der Hilflosigkeit, phasenweise während der Schulzeit oder während seiner Schauspielausbildung in New York. Davon habe sich der 49-jährige aber nicht unterkriegen lassen. Er sei nicht „ohnmächtig“ gewesen.

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Während der Dreharbeiten habe Bleibtreu gemerkt, welche Art von Filmemacher er gern sein möchte. Als Regisseur wolle er nicht bis zum letzten Bindestrich alles vorgeben, sondern auch abgeben können. Ich versuche, die besten Leute um mich herum zu holen und dann zu sagen ,Mach!‘. Aber das muss man auch lernen, so Bleibtreu. 

Erfahrungen in Filmbranche ein „riesengroßer Vorteil“

Dazu müsse man bereit sein, inhaltliche Dinge bei guten Vorschlägen auch zu ändern. Wenn man erstmal geschnallt hat, dass der Film nie so wird wie man ihn im Kopf hat, dann kann man auch loslassen und dann macht es auch Spaß. So will ich das am allerliebsten machen.” 

Dass er schon so lange in der Filmbranche unterwegs ist, sei für sein Debüt natürlich ein riesengroßer Vorteil gewesen. So habe er Schauspieler wie Nicholas Ofczarek, Nadja Uhl und Jannis Niewöhner  zum Teil auch recht kurzfristig  problemlos für seinen Film gewinnen können. (lmr/dpa) 

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