Ein Mitarbeiter der Nationalbibliothek zeigt eine goldene Nobelpreismedaille (Symbolbild).
  • Ein Mitarbeiter der Nationalbibliothek zeigt eine goldene Nobelpreismedaille (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa

Für Welternährungsprogramm: Friedensnobelpreis geht an die UNO

Oslo –

Das Welternährungsprogramm der UNO erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis.Das teilte das norwegische Nobelpreiskommitee auf Twitter mit.

Es ist der Höhepunkt der alljährlichen Nobelpreis-Verkündungen: Wenn der renommierteste Friedenspreis der Erde vergeben wird, dann schaut die Welt für einen Moment nach Oslo. Dort ehrt man nun eine UN-Organisation, die sich dem Kampf gegen Hunger verschrieben hat: Der Preis geht an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP).

Nobelpreiskommitee lobt UN-Welternährungsprogramm

Die Auszeichung erhält das WFP „für seine Anstrengungen, Hunger zu bekämpfen, für seinen Beitrag, die Voraussetzungen für Frieden in Konfliktregionen zu schaffen und für sein Handeln als Treiber gegen das Benutzen von Hunger als Kriegs- und Konfliktwaffe einzusetzen“, hieß es.

Die Nobelpreise sind diesmal mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 950.000 Euro) pro Kategorie dotiert, also mit einer Million Kronen mehr als im Vorjahr. Damals war Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Auch Greta Thunberg und die WHO waren für den Friedensnobelpreis nominiert

Das Kandidatenfeld für den renommiertesten politischen Preis der Erde war in diesem Jahr groß gewesen – vorab kristallisierte sich kein klarer Favorit heraus. In den Wettbüros wurden die Weltgesundheitsorganisation WHO und Klimaaktivistin Greta Thunberg, die schon 2019 nominiert war, als Topfavoriten gehandelt.

Experten hatten gemutmaßt, dass der Preis an eine Journalistenorganisation oder junge Aktivisten etwa aus dem Sudan oder aus Somalia gehen könnte. Die Nobel-Institutionen selbst halten die Namen der Kandidaten – in diesem Jahr waren es 211 Persönlichkeiten sowie 107 Organisationen – 50 Jahre lang geheim.

Der Friedensnobelpreisträger wird als einziger aller Nobelpreisträger nicht in Stockholm, sondern in Oslo verkündet und geehrt. Verliehen werden die Auszeichnungen am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamit-Erfinders und Preisstifters Alfred Nobel. In diesem Jahr findet das sowohl in Oslo als auch in Stockholm wegen der Coronavirus-Pandemie in anderem und deutlich kleinerem Rahmen statt. (mik/dpa)

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