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  • Nach Abzug internationaler Truppen aus Afghanistan: Immer mehr Zivilisten werden Opfer der Konflikte. 
  • Foto: picture alliance/dpa/AP

Feier war in vollem Gange: Mörsergranate trifft Hochzeit – mehrere Tote

Kabul –

In Afghanistan sind während einer Hochzeit mindestens sieben Zivilisten durch Granatenbeschuss getötet worden. Im Bezirk Tagab der Provinz Kapisa im Nordosten des Landes sei am frühen Samstagabend (Ortszeit) eine Mörsergranate in einem Wohnhaus eingeschlagen, als dort gerade die Feier im Gange gewesen sei, bestätigten lokale Behördenvertreter am Sonntag. Auch Kinder seien unter den Opfern, hieß es weiter.

Es war zunächst unklar, wer hinter dem Beschuss stand. Der Bezirk ist zwischen der Regierung und den militant-islamistischen Taliban umkämpft. Beide Seiten beschuldigten einander, für den Vorfall verantwortlich zu sein.

In Afghanistan: Täglich sind Zivilisten Opfer des Konflikts 

In der Provinz Herat im Westen des Landes wurden am Samstag zudem im Bezirk Ghorian sechs Sicherheitskräfte getötet, als ihr Auto auf eine am Straßenrand platzierte Bombe auffuhr. Die Sicherheitskräfte seien für den Schutz der Eisenbahn zwischen Afghanistan und dem Iran zuständig gewesen, hieß es aus dem Büro des Gouverneurs am Sonntag. 

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Seit Beginn des offiziellen Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan Anfang Mai haben sich die Gefechte in dem Krisenland intensiviert. Die Taliban starteten in mehreren Provinzen Offensiven. Täglich werden Zivilisten Opfer des Konflikts.

Zehntausende mussten aufgrund der kämpfe ihre Dörfer verlassen

Zehntausende Menschen mussten UN-Angaben zufolge in den vergangenen Wochen aus ihren Dörfern und Städten vor den Kämpfen fliehen. Die letzten Soldaten der USA und anderer Nato-Länder sollen das Land bis spätestens September verlassen haben. (dpa)

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