• Polizisten patrouillieren nach dem Ausbruch des Vulkans La Soufriere auf einer aschebedeckten Straße, um Menschen davon abzuhalten, sich dem aktiven Vulkan zu nähern.
  • Foto: picture alliance/dpa/AP

Explosionen und Ascheregen: Vulkanausbruch: Karibikinsel ohne sauberes Trinkwasser

St. Vincent –

Nach dem Ausbruch des Vulkans La Soufrière auf St. Vincent fehlt es der gesamten Bevölkerung der Karibikinsel nach UN-Angaben an sauberem Wasser und Strom. Zudem seien rund 20.000 Menschen obdachlos geworden.

Im Norden der Insel, in der Umgebung des Vulkans, hinderten demnach Asche und Lava die meisten Menschen daran, ihrer Arbeit – etwa als Bananenbauern – nachzugehen. Die Vereinten Nationen hätten Vorräte an Wasser und Hygieneartikeln mobilisiert, der Zugang zu St. Vincent sei jedoch eingeschränkt.

Nach Vulkanausbruch: Insel St. Vincent ohne sauberes Wasser

La Soufrière war am Freitag ausgebrochen und hatte eine Aschesäule von bis zu zehn Kilometern Höhe ausgestoßen. In der Nacht zum Montag gab es zum wiederholten Mal eine „riesige“ Explosion, wie das Erdbeben-Recherchezentrum UWI auf Trinidad mitteilte. Es kam mit Stand vom Sonntag alle eineinhalb bis drei Stunden am Vulkan zu Erschütterungen, wie das UN-Nothilfebüro Ocha mitteilte. In den kommenden Tagen sei mit weiteren Explosionen und Ascheregen in ähnlichem oder größerem Ausmaß als bisher zu rechnen.

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Gut 3500 Menschen wurden nach UN-Angaben in 85 Notunterkünften aufgenommen. In mehr als der Hälfte der Unterkünfte herrsche allerdings Mangel an Wasser und anderen Dingen des Grundbedarfs. 30 Dörfer wurden laut UN evakuiert. Zwei Kreuzfahrtschiffe wurden eingesetzt, um Bewohner der Gefahrenzone in Sicherheit zu bringen. Andere Karibikländer boten Hilfe an. Aus Venezuela brachte ein Schiff Hilfsgüter.

Der 1178 Meter hohe La Soufrière ist der einzige aktive Vulkan auf St. Vincent. Bei einem Ausbruch waren 1902 etwa 1500 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt war er 1979 ausgebrochen. Die aktuelle vulkanische Aktivität begann nach Angaben des Katastrophenschutzes im Dezember. (dpa)

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