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Experte spricht von „Blutbad“: Börsen-Crash und Ölpreis bricht um 30 Prozent ein

Frankfurt/Main –

Der dramatische Ausverkauf an den Börsen geht weiter. Zu den Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie kommt die Furcht vor einem Ölpreiskrieg. Händler sprachen angesichts des Börsencrashs von einem „schwarzen Montag“.

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Der Dax sackte gleich zum Handelsstart deutlich unter die Marke von 11.000 Punkten. Im frühen Handel sackte der deutsche Leitindex mit über 900 Punkten oder 8,04 Prozent ab. Bei 10.614,07 Punkten erreichte er den tiefsten Stand seit Anfang 2019. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel büßte am Montag 6,80 Prozent auf 23 068,82 Punkte ein.

Ölpreis bricht um 30 Prozent ein

Am Ölmarkt brach nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Drosselung der Fördermenge der Ölpreis um 30 Prozent ein und damit so stark ein wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

Die Notierungen für Rohöl aus der Nordsee und für US-Öl fielen am Montagmorgen um jeweils etwa 30 Prozent – der stärkste prozentuale Einbruch seit 1991. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 32,83 US-Dollar. Damit lag der Preis 12,44 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sackte um 12,44 Dollar auf 28,84 Dollar.

Wirtschaftsexperte spricht von einem „regelrechten Blutbad“

Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem „regelrechten Blutbad. Zum Kampf gegen Corona kommt jetzt noch der Ölkrieg dazu“, sagte er. „Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat.“ Die Kurse von Bundesanleihen stiegen dagegen deutlich, und auch der Euro legte zu, denn auch er gilt als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten.

Japanische Exporttitel gerieten zudem durch ein Anziehen des Yen gegenüber dem Dollar unter Druck. (dpa)

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