Premierministerin Jacinda Ardern beschwört auf einer Pressekonferenz den Zusammenhalt in der Corona-Krise.
Premierministerin Jacinda Ardern beschwört auf einer Pressekonferenz den Zusammenhalt in der Corona-Krise.
  • Premierministerin Jacinda Ardern beschwört auf einer Pressekonferenz den Zusammenhalt in der Corona-Krise.
  • Foto: picture alliance/dpa

Erfolg für die Kiwis: Neuseeland hat Corona besiegt – für’s Erste

Wellington –

Das kleine Neuseeland steht als großer Sieger da: Die Corona-Krise gilt am anderen Ende der Welt als vorerst überwunden. Den Erfolg hat das Land wohl auch seiner Regierungschefin zu verdanken.

Neuseeland ist nach eigenen Angaben Corona-frei: Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, hat der letzte Covid-19-Patient im Land seit 48 Stunden keine Symptome mehr – und gilt somit als genesen. Die Frau aus Auckland werde nun aus der Quarantäne entlassen. 

Neuseeland: Rückweg in Normalität

Das letzte Mal, dass zuvor eine Neuinfektion gemeldet worden war, ist 17 Tage her. Das Land hatte insgesamt nur 1504 bestätigte und mögliche Infektionsfälle registriert. 22 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19.

Für die „Kiwis“, die nach dem Nationalsymbol benannten Einwohner Neuseelands, beginnt nun der Rückweg in die Normalität: Regierungschefin Jacinda Ardern erklärte, dass zwar die strikten Grenzkontrollen beibehalten würden. Alle anderen Einschränkungen und Regeln würden aber ab sofort aufgehoben. Ziel sei, aus der Krise so schnell und sicher wie möglich herauszukommen.

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„Heute, 75 Tage später, sind wir bereit“, so Ardern. Ihre Landsleute hätten sich in „beispielloser Weise vereint, um das Virus zu brechen.“ Ardern mahnte die Bevölkerung zugleich, auch fortan wachsam zu bleiben. Man werde „fast sicher“ neue Infektionsfälle erleben. Aber das sei „kein Zeichen, dass wir gescheitert sind. Es ist die Realität von diesem Virus“.

Neuseelands Premierministerin erntet Lob für ihre Corona-Politik

Ardern wird weltweit dafür gelobt, ihr Land mit Führungsstärke, klaren und verständlichen Erläuterungen, Empathie und Vertrauen in die Wissenschaft durch die Krise gesteuert zu haben. Schon frühzeitig hatte sie verfügt, dass sich jeder Einreisende 14 Tage in Isolation zu begeben habe. Wenige Tage später folgte ein kompletter Lockdown.

Dass Neuseeland ein kleines, abgelegenes Land mit leicht zu schließenden Grenzen ist, dürfte dabei geholfen haben.
Als weiterer Vorteil gilt, dass die Regierung ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zu Wissenschaftlern pflegt. Ardern und ihre Regierung hätten die Priorität auf die Gesundheit der Bürger gelegt, während andere Länder aus Sorge um die Wirtschaft mit Einschränkungen zu lange gezögert hätten, so Experten.

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Die Premierministerin sprach immer wieder von ihrem Land als „unser Team der fünf Millionen“ und meinte damit die Gesamtzahl aller Bürger Neuseelands. Regelmäßig erschien sie auf Facebook, immer lächelnd, und stellte sich den Fragen ihrer Mitmenschen. Ihre öffentlichen Auftritte beendete sie stets mit den Worten: „Seid stark. Seid freundlich.“ (dpa)

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