Feuerwehrleute stehen in Düsseldorf vor den Überresten des eingestürzten Gebäudes.
  • Feuerwehrleute stehen in Düsseldorf vor den Überresten des eingestürzten Gebäudes.
  • Foto: picture alliance/dpa

Einsturz-Drama mit totem Bauarbeiter: Gebäude hatte keine Baufreigabe

Düsseldorf –

Bei dem Einsturz eines Gebäude-Anbaus wurde am Montag ein Bauarbeiter getötet, ein weiterer wird noch immer vermisst. Wie jetzt bekannt wurde: Für den Anbau lag noch keine Baufreigabe vor. 

Wie die Stadt Düsseldorf am Dienstag mitteilte, hatte der Bauherr im Februar 2020 Planungen für eine weitgehende Sanierung des Anbaus eingereicht. 

Düsseldorf: Einsturz-Ursache noch unbekannt

Dabei sei es auch um den Umbau einer tragenden Wand gegangen. Aber erst „am frühen Nachmittag am Montag“ sei die Baugenehmigung vom Bauaufsichtsamt an den Bauherrn verschickt worden. Die Feuerwehr wurde am Montag gegen 13.30 Uhr über den Einsturz des Anbaus informiert.

Das leerstehende Gebäude war am Montag aus unbekannter Ursache eingestürzt. Nach dem Einsturz wurden zwei Bauarbeiter vermisst. Am Dienstag fanden Rettungskräfte dann einen Arbeiter tot unter den Trümmern.

Eine direkte Bergung des Leichnams gestaltete sich schwierig, weil weiter Einsturzgefahr bestehe und die Einsatzleitung zum Schutz des zweiten Vermissten äußerst umsichtig vorgehen wolle.

Gebäudeeinsturz: 40 Menschen mussten Wohnungen verlassen

Ein weiterer Bauarbeiter kam ins Krankenhaus, seine neun Kollegen konnten die Unglücksstelle in Düsseldorf-Friedrichstadt unverletzt verlassen. Auch drei angrenzende Gebäude wurden geräumt. Insgesamt mussten 40 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Das könnte Sie auch interessieren: Nach Flugzeugabsturz in Wesel: Mutter rettet Kind mit letzter Kraft – bevor sie stirbt

Die Arbeiten an der Einsturzstelle liefen auch am Dienstag mit Hochdruck weiter. Die 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden von Mitarbeitern des Technischen Hilfswerks und Baufachleuten unterstützt.

Düsseldorf

Feuerwehrleute stehen in Düsseldorf vor den Überresten des eingestürzten Gebäudes.

Foto:

picture alliance/dpa

„Die Freilegung und das vorsichtige Abtragen der Trümmer- und Gerüstteile werden teils in Handarbeit, teils mit technischem Gerät gemacht“, teilte die Feuerwehr mit. (afp/vd)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp