• Douglas-Filiale.
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Douglas, Maredo & Co.: Corona: Diese bekannten Ketten verschwinden aus den Innenstädten

Die Corona-Krise hat zugleich auch eine Krise der Wirtschaft mit sich gebracht: Durch monatelange Schließungen sind zahlreiche Restaurants, Geschäfte und Unternehmen am Ende und melden reihenweise Pleiten an. Auch große Ladenketten sind bereits der Pandemie zum Opfer gefallen – und viele weiteren bekannten Namen könnten schon bald ganz oder zum Teil von den Einkaufsstraßen und aus den Shopping-Centern verschwunden sein.

Laut einer Übersicht der „Bild“-Zeitung gehören folgende Ketten dazu:

Douglas: 

Die Parfümerie-Kette will demnächst eine Reihe von Filialen schließen. In Deutschland sollen etwa 60 der insgesamt 430 Läden schließen, europaweit 500 von 2400 Filialen. Douglas-Chefin Tina Müller betonte: „Die Kundennachfrage ändert sich. Es gibt einen Trend weg vom stationären Einkauf zum Online-Shopping. Diesem Strukturwandel müssen wir Rechnung tragen, indem wir das Filialnetz überarbeiten.“

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Douglas-Filiale.

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dpa

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Pimkie:

Bereits im September meldete die französische Modekette Insolvenz an. Wenige Monate später wurde dann bekannt, dass 40 der 75 deutschen Pimkie-Filialen schließen. Auch Pimkie will sich mehr auf den Handel im Internet konzentrieren. 

Klier: 

Der Friseur-Riese musste wegen Corona Insolvenz anmelden und kündigte im November vergangenen Jahres an: Von den 1350 Friseursalons sollen um die 450 schließen. So könnten sogar 15 bis 20 Prozent der Stellen bei Klier wegfallen. 

Depot: 

Der Deko-Kette ging es bereits mehrere Jahre nicht gut – und sparte sich schon um Kopf und Kragen. Nützte aber alles nichts. Wie die „Lebensmittelzeitung“ berichtet, müssen in diesem Jahr noch 35 Filialen schließen – nachdem bereits im vergangenen Jahr 25 Läden dicht machen mussten. 

Maredo: 

Bereits im März 2020 wurden 20 von 35 Restaurants geschlossen, die Hälfte der Belegschaft wurde entlassen. Doch der Steak-Riese erholte sich nicht mehr. Vor Kurzem wurde bekannt: Bis auf wenige Angestellte wurde fast allen Mitarbeitern gekündigt. Bisher gibt es noch keinen neuen Investor für Maredo, wenn das so bleibt, bleiben nach dem Lockdown vermutlich alle Restaurants zu. 

Promod:

Im Mai vergangenen Jahres meldete die französische Modekette Insolvenz an, in Deutschland bedeutete das Kahlschlag: Wie Promod mitteilte, werden bei uns alle 32 Filialen dichtgemacht. 

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Promod-Filiale

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imago images/Hans Lucas

Runners Point:

Die Laufschuhkette schloss bereits im Mai vergangenen Jahres alle Filialen. Mutterfirma Foot Locker nannte damals keine genauen Gründe für die Pläne, sprach aber von einer vorangegangenen „Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate“.

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Runners Point-Filiale.

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dpa

H&M: 

Der Mode-Gigant ließ die Bombe erst vor wenigen Wochen die Bombe platzen: In diesem Jahr sollen 350 Filialen weltweit geschlossen werden. Bislang unklar ist, wie viele Läden in Deutschland betroffen werden. Fakt ist aber: Hierzulande sollen 800 Stellen gestrichen werden.

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Galeria Karstadt Kaufhof:

Der Warenhaus-Riesen war bereits vor der Pandemie massiv angeschlagen, das Gezerre um die Kette war wochenlang in den Schlagzeilen. Erst Ende September 2020 hatte der Konzern ein Insolvenzverfahren abgeschlossen. Geplant war ein Neustart des letzten großen Warenhauskonzerns – verbunden mit der Schließung von mehr als 40 Filialen.

Ende Januar hieß es dann: Der Konzern bekam ein Darlehen von 460 Millionen Euro aus dem Pandemiefonds der Bundesregierung, der unter anderem von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (62, SPD) verwaltet wird. Damit soll das Unternehmen bis Ostern durchfinanziert werden.

Esprit: 

Der Modekonzern eröffnete im Sommer 2020 ein Insolvenzverfahren. Im Zuge dessen wurde beschlossen, jede zweite deutsche Filiale zu schließen. Davon sind 50 Geschäfte und 1100 Mitarbeiter betroffen. (alp)

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