• Ein paar Wochen keine Selfies posten? Dafür gibt's bei Facebook jetzt sogar Kohle.
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Digital Detox: Darum gibt’s jetzt Geld, wenn man auf Facebook und Instagram verzichtet

Menlo Park –

Einige Wochen auf Facebook und Instagram verzichten? Keine Selfies posten, keine Stories von Ausflügen, keine witzigen Sinnsprüche? Und dafür auch noch Geld kriegen? Was für einige wie die Hölle auf Erden klingen mag, für andere aber wie ein verlockendes Angebot, will der Facebook-Konzern nun selbst ermöglichen. Was steckt hinter dem ungewöhnlichen Angebot?

Die Sozialen Medien wurden zuletzt häufig dafür kritisiert, die US-Wahlen zu beeinflussen. Lange weigerte sich Facebook, offensichtliche Lügen in Wahlwerbung zu kennzeichnen. Nun geht der Konzern in die Offensive, will die eigene Rolle kritisch hinterfragen. Offenbar geht Konzern-Chef Mark Zuckerberg hierfür auch ungewöhnliche Wege: Er will Nutzern Geld zahlen, wenn sie einige Wochen ihre Accounts bei Instagram & Co. abschalten!

Vorgehen bisher noch ein Testballon

Offenbar passiert das bislang nur als Testballon bei einigen Kunden. Darunter etwa die Journalistin der „Washington Post“, Elizabeth Dwoskin. Die teilte beim Nachrichtendienst Twitter Teile der Nachricht, die sie von Facebook bekommen hatte. Pro Woche könne sie Geld bekommen. Wenn sie ihre Accounts beim Konzern abschaltet! Offenbar tüftelt Facebook noch aus, wie viel es den Nutzern geben mag. Dwoskin schreibt, sie habe selbst wählen können: 10, 15 oder 20 Dollar pro Woche!

Mark Zuckerberg will Facebook-Image aufpolieren

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg (36)

Foto:

imago images/Russian Look

Dauerhaft loswerden will Mark Zuckerberg seine Kunden natürlich nicht! Das Experiment ist Teil einer konzerninternen Studie über den Einfluss von Facebook und Instagram auf den Wahlkampf. Und den der dort geschalteten Werbung. Nach der Wahl am 3. November sollen die abstinenten Nutzer zu ihrem Wahlverhalten befragt werden. Und zum Vergleich natürlich auch solche Nutzer, die nicht auf die Sozialen Dienste verzichten wollten.

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Facebook hofft so, sein angeschlagenes Image wieder aufpolieren zu können. Ob es ähnliche Pläne auch für Wahlen in anderen Staaten gibt, ist bislang nicht bekannt. (km)

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