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  • Foto: AFP (Symbolfoto)

Bis Ende 2020: China verbannt Plastiktüten aus Großstädten – mit Ausnahme

Peking –

China geht gegen die ständig steigenden Berge von Plastikabfällen vor. Bis Ende des Jahres werden in den Großstädten Plastiktüten verboten, wie das Umweltministerium und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission am Sonntag mitteilten.

Genauer: Bis Ende 2020 sollen die großen chinesischen Metropolen frei von Strohhalmen, Verpackungen für Essen zum Mitnehmen und ohne besonders dünnen Plastiktüten auskommen, wie auch der „Spiegel” berichtet.

Plastikhalme müssen bis dahin aus den Restaurants verbannt werden. Ab 2022 sind nicht wiederverwertbare Versandtaschen aus Kunststoff überall verboten, nicht nur in Großstädten.

Eine Ausnahme gibt es: Märkte, auf denen frische Produkte verkauft werden, sollen erst mal bis 2025 von dem Verbot ausgenommen bleiben. 

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China liegt beim Plastik-Verbrauch weltweit an der Spitze

Bis 2025 muss das Gastgewerbe, vor allem Essenslieferdienste, in ganz China seinen Verbrauch von Einweg-Plastikartikeln um 30 Prozent reduzieren. 

Beim Verbrauch von Plastik liegt China weltweit mit an der Spitze. 2017 häufte die Volksrepublik Weltbankzahlen zufolge 210 Millionen Tonnen Abfall an, bis 2030 könnte die Menge demzufolge auf 500 Millionen Tonnen jährlich anwachsen. 

Der Müll landet meist auf Deponien. Der Ankündigung des Ministeriums zufolge sollen Hotels bis 2022 nicht mehr „aktiv“ Einwegprodukte aus Plastik anbieten. (afp/jba)

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