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  • Foto: dpa

Bei Kontrolle in Los Angeles: Erneut Schwarzer von Polizisten erschossen

Los Angeles –

Ein weiterer Fall von Polizeigewalt gegen Schwarze hat die USA erschüttert. In der kalifornischen Metropole hat ein Beamter einen schwarzen Fahrradfahrer erschossen – weil er offenbar eine Pistole bei sich trug und einem Beamten ins Gesicht geschlagen hatte.

Wann hört das endlich auf? In den letzten Monaten häufen sich in den USA die Fälle von Aufeinandertreffen von weißen Polizeibeamten und schwarzen Bürgern, die oft tödlich enden. Nach dem jüngsten Fall in der US-Stadt Kenosha, bei dem Polizeibeamte dem Schwarzen Jacob Blake mehrmals in den Rücken schossen und ihn dabei schwer verletzten, ist es nun in Los Angeles wieder zu einem dramatischen Vorfall gekommen.

Los Angeles: Fahrradfahrer hatte Pistole dabei

Bei einer Polizeikontrolle im Stadtteil Westmont hat ein Beamter den schwarzen Radfahrer Dijon Kizzee erschossen. Nachdem der Mann für eine Kontrolle angehalten worden sei, habe er einem der Beamten ins Gesicht geschlagen, erklärte das Büro des Sheriffs im Bezirk Los Angeles. Dann habe er ein Bündel Kleider fallen gelassen, in dem eine „schwarze halbautomatische Pistole“ zu sehen gewesen sei, erklärte Sprecher Dean am Montag vor Journalisten.

Los Angeles: Friedliche Proteste nach Tod von Dijon Kizzee

Ein Beamter habe daraufhin mehrere Schüsse abgefeuert Nach dem gewaltvollen Tod des Afroamerikaners George Floyd im Mai in Minneapolis kommt es in zahlreichen US-Städten regelmäßig zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt – und gewaltvollen Ausschreitungen.

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Auch in Los Angeles kam es nach dem jüngsten Vorfall zu Protesten, die jedoch friedlich blieben. Wie die „Los Angeles Times“ berichtete, versammelten sich am Montagabend mehr als 100 Menschen vor einem Sherrifbüro in der Nähe des Tatorts. Auch die Black-Lives-Matter-Bewegung hatte für einen Abend später einen Protestmarsch geplant.(dpa/alp)

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