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„Alles unter meiner Aufsicht“: So reagieren Politiker auf den Impfstoff-Durchbruch

Massachusetts –

Ein Hoffnungsschimmer in Pandemie-Zeiten: Vom US-Pharmakonzern Moderna kamen vielversprechende Neuigkeiten zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus – der Impfstoff-Kandidat soll laut dem Konzern eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent haben. Zudem wurde bekannt, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Moderna-Impfstoff beginnt, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat. Politiker weltweit sind begeistert – und einer schreibt sich den Durchbruch größtenteils selbst auf die Fahne. 

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) sieht in den Impfstoff-Neuigkeiten der Firma Moderna einen „weiteren Lichtblick im Kampf gegen Covid-19“. Dies seien „sehr erfreuliche“ Daten. „Ich hoffe, dass sich diese aktuellen Studiendaten im weiteren Verfahren bestätigen werden.“

Bundesforschungsministerin Karliczek sieht in Moderna-Impfstoff „weiteren Lichtblick“

Moderna werde durch die internationale Impfstoff-Allianz CEPI gefördert. Deutschland beteiligt sich finanziell an der Allianz und fördert laut Ministerium darüber Projekte zur Corona-Impfstoffentwicklung mit 230 Millionen Euro.

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Auch der gewählte US-Präsident Joe Biden begrüßte die Fortschritte beim Corona-Impfstoff der Firma Moderna, mahnte die Amerikaner aber auch zur Vorsicht. Auf Twitter schrieb er: „Die heutige Nachricht zu einem zweiten Impfstoff ist ein weiterer Grund, um hoffnungsvoll zu sein“ und lobte die Verantwortlichen für den „Durchbruch“, der die Menschen einen Schritt näher an die Bekämpfung des Virus gebracht habe.

Joe Biden: Neuer Corona-Impfstoff ein „Durchbruch“

Was bereits für den Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer galt, gelte aber auch für Moderna: Man sei noch Monate davon entfernt, dass weite Teile der Bevölkerung geimpft werden könnten, machte Biden deutlich.

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Bis dahin müssten die Menschen Abstand halten und Masken tragen, um das Virus unter Kontrolle zu bringen. Seit fast zwei Wochen liegt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen binnen 24 Stunden in den USA bei über 100.000.

US-Präsident Donald Trump nutzt Corona-Impfstoff für Eigenwerbung 

Noch-US-Präsident Donald Trump dagegen bemüht sich, den Impfstoff-Erfolg als seinen eigenen zu verkaufen und für Eigenwerbung zu nutzen. Historiker sollten sich daran erinnern, dass diese großartigen Entdeckungen bei Impfstoffen „alle unter meiner Aufsicht gemacht wurden“, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

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Die US-Regierung hat eine Reihe von Pharmaunternehmen, unter anderem Moderna, mit Milliardenzahlungen und einem Sonderprogramm bei der Entwicklung von Vakzinen unterstützt. (prei/dpa)

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