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Zoff um laute Maschinen: Motorrad-Fahrer protestieren gegen schärfere Gesetze

Hannover –

Rund 1200 Motorradfahrer haben am Sonntag mit einer Demofahrt in Niedersachsen erneut gegen drohende Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen protestiert. Laut Polizeiangaben verlief die Fahrt von Hildesheim nach Hannover und zurück ohne Zwischenfälle.

In Hannover fuhren die Biker unter anderem am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee entlang, um gegen schärfere Gesetze zu protestieren. Die Initiative „Demo gegen Fahrverbote Hildesheim“ hatte die Aktion organisiert.

Proteste gegen Lärm-Gesetze: Motor-Raudies wollen laut bleiben

Der Protest richtet sich gegen die Vorschläge des Bundesrats zur Vermeidung von Lärm. Die Länderkammer setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Lärmpegel aller neuen Motorräder pauschal auf 80 Dezibel begrenzt werden. Strafen für technische Manipulationen sollen verschärft und Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen leichter ermöglicht werden.

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Damit würden Motorradfahrer in eine pauschale Sippenhaft genommen werden, hatte Steffen Rabuschenko von der Initiative „Demo gegen Fahrverbote Hildesheim“ kritisiert. Auch der ADAC in Niedersachsen lehnt Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen ab. Aufgrund weniger schwarzer Schafe Kollektivstrafen zu verhängen, sei unangemessen.

Rund 1000 Motorradfahrer demonstrierten am Sonntag

Aus Rücksicht auf die vielen Reisenden am letzten Ferienwochenende in Niedersachsen fuhren die Biker nicht über die Autobahn, sondern über Bundesstraßen. Am Sonntag demonstrierten auch in NRW rund 1000 Motorradfahrer gegen drohende Fahrverbote. (dpa/se)

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