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Zehn Millionen Euro Schaden: Zwei Bauunternehmer aus dem Norden vor Gericht

Neumünster / Bad Bramstedt –

Diese Woche starten zwei Prozesse wegen Sozialversicherungsbetrugs und Steuerhinterziehung am Kieler Landgericht. In beiden Fällen handelt es sich bei den Beschuldigten um Bauunternehmer aus Schleswig-Holstein. Es geht um mehrere Millionen Euro.

Der erste Prozess startet bereits am Mittwoch, 19. Februar. Bei dem 44 Jahre alten Angeklagten handelt es sich um einen Bauunternehmer aus Neumünster. Von 2010 bis 2019 soll er über drei Millionen Euro Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer hinterzogen haben.

Der zweite Prozess beginnt am Freitag. Hier steht ein 42-jähriger Arbeitgeber aus dem Baubereich vor Gericht. Seine Firma hat ihren Sitz in Bad Bramstedt und soll die Sozialkassen von 2016 bis 2019 fast sieben Millionen Euro gekostet haben.

Zusammen beläuft sich der entstandene Schaden auf rund 10,2 Millionen Euro. Nach Angaben der Gerichtspressestelle sitzen beide Männer in Untersuchungshaft.

4,5 Millionen Euro bei Großrazzia sichergestellt

In einem Großeinsatz gegen Schwarzarbeit hatten 1200 Einsatzkräfte des Zoll, der Polizei und der Staatsanwaltschaft im August 2019 in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern 110 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Schwerpunkt der Razzia waren Neumünster und Bad Bramstedt.

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Die Ermittlungen richteten sich dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kiel gegen zahlreiche Firmeninhaber. Jahrelang sollen sie über ein bundesweit organisiertes Netzwerk von Scheinfirmen Arbeiter als Eisenflechter „schwarz“ beschäftigt haben. Bei der Razzia wurden zwei Verantwortliche festgenommen und rund 4,5 Millionen Euro beschlagnahmt. (dpa/lno/mp)

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