• Foto: Boxhotel/ Facebook

Was der Stadt alles nicht passt: Dieses Billig-Hotel sorgt für Ärger in Hannover

Hannover –

Ein Billig-Hotel ärgert die Stadt Hannover: Seit November gibt es dort das „Boxhotel“ des Betreibers Oliver Blume. Die Gäste schlafen in sehr kleinen Zimmern, zahlen dafür einen kleinen Preis. Die Stadt hat damit jedoch ein Problem – denn es fehlen die Fenster. 

Deshalb klagte die Stadt Hannover vor Gericht und wollte das Hotel verbieten. Doch sie scheiterte. „Das Gericht ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es hier im Sinne der niedersächsischen Bauordnung nicht um Wohnräume handelt, sondern dass diese Boxen regelmäßig nur zum Schlafen benutzen werden“, sage ein Gerichtssprecher dem „NDR“.

Hannover erlaubt Boxhotel nur mit einer Auflage

Damit gab sich die Stadt jedoch nicht zufrieden und hat das Hotel nach NDR-Informationen nur mit einer Auflage erlaubt. Gäste dürfen demnach in dem Hotel übernachten – jedoch maximal drei Nächte. Als Grund nennt die Stadt Hannover, dass das Übernachten in fensterlosen räumen Hotelgäste physisch und psychisch belaste.

Hotel-Streit in Hannover: Betreiber will gegen Auflage klagen

Dagegen will Betreiber Oliver Blume nun vorgehen. Die Auflage sei wettbewerbsverzerrend, sagte er gegenüber „NDR 1 Niedersachsen“. Er fühle sich von der Stadt bevormundet und habe nun Widerspruch eingelegt. Auch keiner seiner Gäste habe bisher Beschwerden geäußert. 

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Auch in Göttingen gibt es seit 2017 ein „Boxhotel“. Dort gebe es laut Blume keine Auflagen. Auch ein Sprecher der Stadt bestätigte gegenüber dem NDR, dass es keine Probleme mit dem Betreiber gebe. 

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Nun wird sich zeigen, wer am Ende am längeren Hebel sitzt. Für ein Hotel ist ein Streit mit der Stadt jedoch nie ein gutes Zeichen. (maw) 

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