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Von Nazis ermordet: Trauerfeier für NSU-Opfer Mehmet Turgut in Rostock

Rostock –

Die Hansestadt Rostock und die Initiative „Mord verjährt nicht!“ laden für Dienstag um 16 Uhr zu einer Trauerfeier für den vor genau 16 Jahren ermordeten Mehmet Turgut ein. Der junge Mann wurde 2004 von Mitgliedern des NSU in einem Imbiss mit drei Kopfschüssen getötet.

Der 25-jährige Türke war 2004 in einem Imbiss im Stadtteil Toitenwinkel vom sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) erschossen worden. Er war damals zu Besuch in Rostock und als Aushilfe spontan für einen Freund eingesprungen. Zu der Trauerfeier werden neben der Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück und weiteren Vertretern der Stadt auch Familienangehörige des Ermordeten erwartet.

Rostock: Nazi-Terrorgruppe NSU erschießt jungen Türken

Das Kern-Trio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hatte fast 14 Jahre lang im Untergrund gelebt. In dieser Zeit ermordeten die Männer neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Sie begingen außerdem zwei Sprengstoffanschläge und mehr als ein Dutzend Raubüberfälle. 2011 flog das Trio auf.

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Die beiden Männer wurden tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden. Das Oberlandesgericht München verurteilte Zschäpe im Juli 2018 wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft. (dpa/mp)

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