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Virus aus China: Rostocker Mediziner rechnet mit weltweiter Lungen-Epidemie

Rostock –

Ein neuartiges Coronavirus sorgt derzeit in China, dem asiatischen Raum und den USA für Schrecken. China hat erste Großstädte bereits unter Quarantäne gestellt, die Zug- und Flugverbindungen etwa nach Wuhan gekappt. Nun meldet sich ein Mediziner aus Rostock zu Wort, warnt vor einer weltweiten Ausbreitung, einer Pandemie.

Durch den Reiseverkehr ist das Virus von China bis nach Thailand, Japan, Südkorea und den USA gewandert. „Definitionsgemäß wird es wahrscheinlich eine Pandemie werden, weil der Erreger sich momentan schnell ausbreitet und in vielen Ländern und auf vielen Kontinenten auftreten wird“, sagte der Dekan der Rostocker Universitätsmedizin, Professor Emil Reisinger dem NDR 1 Radio MV.

In China sind mit Stand von Mittwochmorgen rund 600 Menschen mit der neuen Lungenkrankheit infiziert, 17 starben. Der Verlauf der Erkrankung verläuft also in der Regel mild, es gibt allerdings derzeit auch noch keine Behandlungsmöglichkeit.

Mundschutz als neuer Modetrend

Die Symptome des Wuhan- Coronavirus sind ähnlich wie bei einer starken Erkältung. Mit Husten, Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen fängt es an, es kann aber auch bis zu einer Lungenentzündung kommen. 

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Professor Emil Reisinger, Dekan der Rostocker Universitätsmedizin.

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Riesinger erklärt, dass das Virus wahrscheinlich durch Tröpfchen- oder Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Um sich davor zu schützen, sollten Menschenmengen gemieden werden und die Hände noch häufiger gewaschen werden. „Einen Mundschutz zu tragen wird gegebenenfalls auch hierzulande Modeerscheinung werden – insbesondere wenn die Weltgesundheitsorganisation in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung empfehlen wird“, so der Mediziner.

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Für Deutschland gibt er Entwarnung: „Wenn ein Gesundheitssystem mit so einer Situation fertig wird, dann ist es das deutsche“ und weiter „Es ist aber alles eine Frage der Menge: Wenn besonders viele Fälle auftreten, könnte es Probleme geben. Bei Einzelfällen sind wir gewappnet, diese adäquat zu versorgen.“ Besonders Mecklenburg-Vorpommern sei gut vorbereitet durch die Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt und den vielen Krankenhäusern mit Notfallplänen. (mdo)

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