Das Lied „Hochrisikogebiet“ ist eine echte Familienproduktion. Filmmusiker und Familienvater Leo Agthe gibt dabei den Leadsänger. 
  • Das Lied „Hochrisikogebiet“ ist eine echte Familienproduktion. Filmmusiker und Familienvater Leo Agthe gibt dabei den Leadsänger. 
  • Foto: Tobby Granow

Viraler Hit aus Niedersachsen: „Hochrisikogebiet“ verbreitet trotz Corona gute Laune

Wendland –

Man kann sich nicht rund um die Uhr den Corona-Sorgen hingeben, findet der Filmmusiker und Fotograf Leo Agthe aus dem Wendland, der mit dem Song „Hochrisikogebiet“ einen viralen Hit gelandet hat. Die Idee dazu hatte seine seine kleine Tochter.

„Wie `ne dicke alte Henne, die sich in ´nen Fuchs verliebt, leben wir gefährlich im Hochrisikogebiet“, heißt es im Song „Hochrisikogebiet“ von „Keine Band mit einem Lied“ der mittlerweile über 50.000 Aufrufe bei YouTube hat. Mit viel Witz nähert sich Leo Agthe, der mit seiner Familie im Wendland wohnt, dem ernsten Thema – nicht um die Pandemie zu banalisieren, sondern um gerade Kindern und Jugendlichen einen leichteren Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen.

„Hochrisikogebiet“: YouTube-Song aus dem Wendland wird zum viralen Hit

„Eigentlich verdiene ich mein Geld mit der Komposition und Produktion von Filmmusik beispielsweise für das ZDF oder die ARD“, berichtet Agthe der MOPO. Seine Tochter hätte ihn dann auf die Idee zu dem Lied gebracht. „Beim Spielen mit einer Freundin hat sie ‚Hochrisikogebiet, Hochrisikogebiet‘ gesungen, weil sie das Wort im Radio aufgeschnappt hatte“, erklärt der Filmmusiker.

Daraufhin habe er sich zusammen mit seiner Tochter Reime auf ‚Hochrisikogebiet‘ ausgedacht, woraus dann im vergangenen Jahr ihr privater kleiner Sommerhit entstanden sei.

Familienproduktion wird zum viralen Hit: Das Lied ist vor allem Kindern gewidmet

„Als dann die zweite Welle kam, haben wir das Lied mit ziemlich einfachen Mitteln aufgenommen und ein paar Freunden gezeigt“, sagt Agthe. Die Reaktionen seien sehr positiv gewesen, weswegen die Familie entschied, auch ein Video zu drehen. „Ein Freund hat mir eine kleine Kamera geliehen und los ging’s“, berichtet der Familienvater. Dass das Video bei YouTube so einschlagen würde, hätte auch der Filmmusiker nicht gedacht. „Ich war total überrascht, als das Video nach ein paar Tagen über 4.000 Aufrufe hatte“, freut sich Agthe. Mittlerweile sind es mehr als 52.000 Klicks und die „Band“, die eigentlich keine ist, hat sogar eine eigene Instagram-Seite

Youtube-Song „Hochrisikogebiet“: „Wollen Corona nicht banalisieren“

Allgemein seien die Reaktionen sehr positiv, berichtet der Familienvater, aber es gäbe auch Menschen, die der schlichte Humor über ein so ernstes Thema ärgert. „Das kann ich total verstehen“, sagt Agthe. Es ist ihm wichtig, zu betonen, dass die Familie mit diesem Lied weder die Gefahr für die Gesundheit, noch den Schaden an Gesellschaft und Wirtschaft verharmlosen wollen.

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„Aber vor allem Kinder und Jugendliche brauchen auch einen leichteren Zugang zu diesem ernsten Thema. Es ist wichtig, in diesen Zeiten auch mal lachen zu können“, sagt Agthe. Das kann man bei „Hochrisikogebiet“ definitiv – und ein Ohrwurm ist das Lied auch noch.

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