Trickbetrug am Telefon (Symbolbild).
  • Trickbetrug am Telefon (Symbolbild).
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Trickbetrüger richten 2021 Schäden in Millionenhöhe an

Trickbetrüger haben in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr mit unterschiedlichen Maschen mehr Geld erbeutet als in den Vorjahren. Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes MV der Deutschen Presse-Agentur sagte, büßten vor allem ältere Menschen bis Ende November insgesamt 2,8 Millionen Euro ein. Das waren rund 900.000 Euro mehr als im gesamten Jahr 2020, als die bisher höchste Betrugssumme zusammenkam.

Von insgesamt 2682 gemeldeten Betrugsversuchen waren 258 Fälle für die Täter erfolgreich. Hier hatte es im Vorjahr 2657 Versuche gegeben, von denen 225 mit Geldübergaben oder -überweisungen endeten. Die am häufigsten genutzte Betrugsmasche war im Jahr 2021 mit Abstand der Trick, sich als falscher Polizist auszugeben, was etwas mehr als 1000 Mal vor allem mit sogenannten Schockanrufen passierte. Dabei behaupten Betrüger per Anruf, dass ein naher Verwandter einen schweren Unfall verursacht habe und nun in Haft bleibe, bis der Angerufene Geld für eine Kaution – möglichst ein fünfstelliger Betrag – übergebe oder überweise.

Danach folge der klassische Enkeltrick mit 708 Fällen und Gewinnspielversprechen, die in 305 Fällen gemeldet wurden. Die größten Schäden allerdings richteten Betrüger an, wenn sie sich als Bankmitarbeiter ausgaben, die angeblich die Kontodaten überprüfen müssten. Hier büßten die Opfer in 37 Fällen insgesamt mehr als eine Million Euro ein.


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Trickbetrug: Polizei rät zur Vorsicht

Die Polizei empfiehlt, besonders misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht von selbst mit Namen vorstellt. Bei Geldforderungen sollten die Angerufenen grundsätzlich sofort den Hörer auflegen und im Zweifel die Verwandten zurückrufen.

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Besonders viel erbeuteten Unbekannte im Januar 2021 bei einer 86 Jahre alten Frau in Graal-Müritz bei Rostock, die 300.000 Euro einbüßte. Dort hatte sich ein Anrufer als Sohn ausgegeben. Er habe einen schweren Unfall verursacht und brauche dringend Geld, um Schäden zu bezahlen. Er könne das Geld aber nicht selbst abholen, sondern schicke einen befreundeten Rechtsanwalt. (dpa/mp)

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