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  • Foto: dpa

Sie liegt an der Ostsee: Erste deutsche Großstadt erklärt sich für Corona-frei!

Es ist eine kleine Sensation in Corona-Zeiten: Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat seine Stadt als vermutlich erste Großstadt in Deutschland für Corona-frei erklärt! Zugleich wird in Mecklenburg-Vorpommern über Öffnungen für Touristen debattiert.

„Der letzte zurzeit an Covid-19 erkrankte Rostocker konnte jetzt aus der Quarantäne entlassen werden“, erklärte Madsen am Donnerstag. Die von der Stadtverwaltung frühzeitig ergriffenen Maßnahmen hätten „vollen Erfolg“ gehabt. Zudem hätten sich die Rostockererinnen und Rostocker „unglaublich vorbildlich verhalten“, fügte der Oberbürgermeister hinzu.

Corona-Virus: Rostock erklärt sich für Corona-frei

Rostock hat knapp 210.000 Einwohner. In den vergangenen Wochen wurden in der Stadt vom Landesgesundheitsamt insgesamt 75 Corona-Fälle registriert. Mit 657 Fällen hat Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die geringste Anzahl von Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Madsen hat sich zudem für schnelle Lockerungen der Corona-Sperren ausgesprochen. Die Nutzung von Zweitwohnungen und Dauercampingplätzen soll bald wieder möglich sein. Madsen fordert auch, Ferienwohnungen wieder vermieten zu dürfen, sofern eine Selbstversorgung möglich ist.

Ostsee: Bürgermeister will Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze öffnen

Zudem soll die Bäderregelung ausgeweitet werden. Eine Anpassung der Ladenöffnungszeiten in Kur- und Erholungsorten sei wichtig, um den Betrieben eine Überlebensperspektive zu geben.

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Auch die Outdoor-Gastronomie soll wieder ermöglicht werden, forderte Madsen am Dienstag. Hierfür könnten dem Oberbürgermeister zufolge den Restaurants kostenfrei städtische Flächen zur Verfügung gestellt werden, damit zwischen den Tischen ausreichend Platz ist.

Außerdem möchte der Oberbürgermeister die Spielplätze wieder öffnen. Die Kinder seien oftmals neben den abgesperrten Geräten aktiv. Deshalb sei es sicherer, die Spielanlagen wieder freizugeben, erklärte Madsen.

Urlaub an der Ostsee: So geht es in Mecklenburg-Vorpommern weiter

Die extrem schwierige Lage von Tourismus und Gastgewerbe wegen der Corona-Pandemie ist heute auch Thema einer Telefonkonferenz, zu der sich am Donnerstag die Landesregierung mit Branchenvertretern und Gewerkschaftern trifft. Dabei sollen mögliche Wege für eine vorsichtige Öffnung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern besprochen werden.

„Der Tourismus ist für unser Land ein elementarer Wirtschaftsbereich, der von der Krise stark betroffen ist. Umso wichtiger ist eine klare Richtung für mögliche Lockerungen und ein sanftes Hochfahren der Branche“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) vor dem Treffen.

Ostsee-Urlaub: Hotels fordern Wiedereröffnung

Bei der Konferenz werden die Touristiker mit der Forderung nach einem Termin für den schrittweisen Wiedereinstieg ins Urlaubsgeschäft auftreten, wie der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes MV, Lars Schwarz, sagte. Hintergrund ist in vielen Fällen der komplette Umsatzausfall in der Branche. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, dürfen seit Mitte März keine Urlauber aus anderen Bundesländern mehr ins Land kommen. (mn)

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