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Serienbrandstifter vor Gericht: Feuerteufel fackelte Ställe ab und ließ Tiere sterben

Lübeck –

Es ist unbegreiflich: Der 51-jährige Feuerwehrmann soll Ställe angezündet haben, in denen die Tiere dann elendig starben. Vor dem Lübecker Landgericht hat am Montag der Prozess gegen den mutmaßlichen Serienbrandstifter begonnen.

Dem 51-jährigen Mann aus Sierksrade im Kreis Herzogtum Lauenburg wird vorgeworfen, zwischen November 2018 und Juni 2019, zwölf Brände auf landwirtschaftlichen Betrieben gelegt zu haben.

Feuerteufel fackelte Ställe bei Hamburg ab – Teire starben

So soll er im Januar 2019 in Mühlenrade einen Stall angezündet haben – mehrere Rinder starben in den Flammen. Immerhin wurden, nach Angaben der Staatsanwaltschaft, bei keinem der Brände Menschen verletzt.

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Doch nahm der Angeklagte in mindestens zwei Fällen billigend in Kauf, dass die Flammen auch auf Wohngebäude hätten übergreifen können, sagte Staatsanwalt Florian Büchmann zu Prozessbeginn. Und es entstand ein erheblicher Sachschaden in Millionenhöhe. 

Lübeck: Angeklagter war bei der Freiwilligen Feuerwehr

Mehrere Zeugen sagten am Montag aus, der Angeklagte sei seit Mai 2018 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Sierksrade gewesen. Kurz vor der ersten angeklagten Tat im November 2018 habe es allerdings Streit gegeben, weil der Angeklagte nicht mit zu einem Löscheinsatz fahren durfte.

Der 51-Jährige selbst wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern. Ein Urteil wird für Anfang März erwartet. (dpa/vd)

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