Blick auf die Hafenpromenade in Kiel
Blick auf die Hafenpromenade in Kiel
  • Kiel weist am Donnerstag als einzige Stadt bundesweit eine Inzidenz von über 100 auf.
  • Foto: picture alliance/dpa

Weitere Lockerungen: Gastro, Tourismus: Das ist ab Montag im Norden erlaubt

Kiel –

Zum Wochenbeginn gibt es noch mehr Lockerungen in Schleswig-Holstein. Das Bundesland beharrt bei den Corona-Regeln auf sein eigenes Konzept – und das zahlt sich aus. Seit langem hat Schleswig-Holstein die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz, mit zuletzt um 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – und auch darunter. In allen Kreisen und kreisfreien Städten sank der Wert unter 100.

Vor diesem Hintergrund lockert das Land ab diesem Montag die Corona-Regeln vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Dann dürfen Gaststätten unter strengen Auflagen vom 17. Mai auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung für Gäste ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist.

Ab Montag: Schleswig-Holstein lockert Corona-Regeln

Geimpfte, Genesene und negativ Getestete aus ganz Deutschland dürfen dann auch landesweit im Norden Urlaub machen. Sie müssen mit frischem negativen Coronatest anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Im Freien dürfen sich wieder mehr Menschen treffen – zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten, nicht mehr nur fünf aus zwei Haushalten. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat wiederholt deutlich gemacht, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden, wenn sich die Infektionslage verschlechtern sollte.

Corona-Maßnahmen: Schleswig-Holstein bleibt bei Sonderweg

Beim Umgang mit der Corona-Pandemie will Schleswig-Holstein seinen eigenen Kurs mit regionalen Lockerungen und Verschärfungen entsprechend der Infektionslage konsequent fortsetzen. Weiteren Koordinierungsbedarf mit dem Bund sehe die Landesregierung derzeit nicht, sagte ein Sprecher. Dies habe Staatskanzleichef Dirk Schrödter auch in der jüngsten Konferenz mit seinen Amtskollegen deutlich gemacht.

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Ein regionalisiertes Vorgehen sei der Königsweg. Dass sich die Länder und der Bund über ihre jeweiligen Planungen auf dem laufenden halten, sei eine Selbstverständlichkeit, betonte der Sprecher. Der nächste Bund-Länder-Gipfel ist für den 10. Juni geplant. (mp/dpa)

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