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Kinder-Missbrauchsvideos: Mehr als 30 Wohnungen durchsucht

Aufgrund von Verfahren wegen des Besitzes und Verbreitens von Kinderpornografie haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mehr als 30 Wohnungen in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie in Neumünster durchsucht.

Bei intensiven Ermittlungen seien Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 71 Jahren durch den Besitz von kinderpornografischem Material in den Fokus geraten, teilten Kripo und Staatsanwaltschaft mit.

Derzeit gebe es keine Erkenntnisse, dass die Tatverdächtigen untereinander bekannt sind oder gemeinsam agierten. Haftbefehle seien mangels Haftgründen im Vorfeld nicht beantragt worden. Die Verdächtigen müssten sich aber in Gerichtsverfahren verantworten.

Verdacht auf Kinderpornografie: Mit diesen Strafen müssen Täter rechnen

Die Beamten stellten den Angaben zufolge zahlreiche Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden. Hierbei wird auch geprüft, ob und an welche anderen Personen Material weitergegeben wurde. Erkenntnisse, dass die Dateien auch selbst hergestellt wurden und damit aktiver Missbrauch begangen wurde, lägen derzeit nicht vor.

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Wegen verstärkter Kontrollen im Internet sind die bekannt gewordenen Fallzahlen in Sachen Kinderpornografie im Land deutlich gestiegen. 2020 wurden 284 Fälle wegen Besitzes und 219 wegen Verbreitung bekannt. 271 beziehungsweise 210 davon konnte die Polizei aufklären.

Nach einer Verschärfung des Strafrechts gelten Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie als Verbrechen und werden mit mindestens einem Jahr Haft bestraft. (mp/dpa)

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