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  • Foto: picture alliance/dpa/Bernd Wüstneck

Vor der Insel Lesbos: Grüne wollen Kreuzfahrtschiffe umfunktionieren

Rostock –

Kreuzfahrtschiffe als schwimmende Flüchtlingsunterkünfte? Die Idee dafür ist nicht neu, jetzt wird sie allerdings zum wiederholten Mal diskutiert. Die Rostocker Grünen wollen jetzt Schiffe nach Griechenland schicken.

Der Chef der Grünen in Rostock, Uwe Flachsmeyer, fordert den Einsatz von Kreuzfahrtschiffen als schwimmende Notunterkünfte vor der Insel Lesbos. Dort sind nach einem Brand im Lager Moria etwa 15.000 Flüchtlinge obdachlos.

Rostock: Grüne fordern Einsatz von Kreuzfahrtschiffen

An der Hilfsaktion soll sich nach Informationen der „Ostsee-Zeitung“ auch „Aida Cruises“, der Kreuzfahrtriese aus Rostock, beteiligen. „Die Schiffe dürfen derzeit nicht mit Urlaubern auslaufen. Sie könnten aber helfen, eine humanitäre Katastrophe zu verhindern“, so Flachsmeyer in der OZ.

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Am Dienstag gab die Bundesregierung bekannt, um die 1500 Flüchtlinge aus dem Lager Moria auf Lesbos aufnehmen zu wollen. Dabei handelt es sich um Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. 

Kreuzfahrtschiffe als Flüchtlingslager: Rostocker Grüne appellieren an EU

Die Europäische Union solle nach Flachsmeyer den Reedereien ein Angebot machen. Niemand könne erwarten, dass die Unternehmen das Hilfsangebot kostenlos umsetzen sollen. “Auch ‚unsere‘ Reederei ‚Aida Cruises‘ könnte damit ein Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität setzen“, so der Grünen Fraktionsvorsitzende.

Die Idee der Kreuzfahrtschiffe als Flüchtlingsunterkünfte ist nicht neu. Der EU-Parlamentspolitiker Erik Marquardt (Grüne) hatte nach eigenen Angaben bereits im März mit EU-Vizepräsidentin Katarina Barley darauf gedrängt, dass diese Lösung genutzt wird, um eine Corona-Ausbreitung zu verhindern. „Jetzt ist es dringender denn je, diese Möglichkeit zu nutzen“, so Marquardt auf Facebook.

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