• Foto: Christoph Schmidt/dpa

Neuer Corona-Impfstoff : Uni im Norden sucht Freiwillige für Test-Impfung

Rostock –

Weltweit forschen Wissenschaftler an einem wirksamen Corona-Impfstoff. Die Uniklinik Rostock spielt nun eine entscheidende Rolle, wie der NDR berichtet: In den kommenden Wochen soll dort ein neuer Impfstoff getestet werden. Die Klink sucht nach Freiwilligen.

Der neue Impfstoff wurde von einem amerikanischen Unternehmen, das zum Konzern Johnson & Johnson gehört, entwickelt. Das bestätigte der Rostocker Infektionsmediziner und Leiter der Studie, Prof. Emil Reisinger. 

Corona-Impfstoff: Abgeschwächte Erreger werden gespritzt

Bei dem entwickelten Impfstoff handelt es sich um sogenannte Adenoviren, denen Eiweiße des SARS-Cov-2-Virus eingepflanzt worden sind. Den Probanden werden diese abgeschwächten Krankheitserreger gespritzt, durch die das Immunsystem Antikörper produziert. Sie können später im Blut nachgewiesen werden – so wird die Wirksamkeit des Impfstoffes bestimmt.

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Zahlreiche Testpersonen hätten sich laut Reisinger bereits gemeldet. Insgesamt werden 75 gesunde Personen zwischen 18 und 55 oder älter als 65 Jahre gesucht.

Keine besonderen Nebenwirkungen erwartet

Über Nebenwirkungen ist bislang nichts bekannt. Laut dem Präsidenten des für die Genehmigung von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, sei bereits ein vergleichbarer Impfstoff an mehreren Zehntausend Probanden verabreicht worden. Höchstens schnell abklingende Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Fieber könnten auftreten.

Deutschlandweit wird der neue Impfstoff an drei Zentren in Hamburg, Berlin und Rostock getestet. Reisinger rechnet in 15 bis 17 Monaten mit neuen Erkenntnissen. (lmr)

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