• Foto: picture alliance / Patrick Pleul

Riesiger Fund bei Hamburg : Wende im Fall des rechten Waffensammlers

250 scharfe Gewehre und Pistolen, Tausende Schuss Munition: Der Fund eines riesigen Waffenarsenals im Haus eines Mannes mit rechter Gesinnung nahe Hamburg war ein Schock. Nun nimmt der Fall eine überraschende Wende.

Nur ein kleiner Teil des umfangreichen Fundes in der niedersächsischen Gemeinde Seevetal ist Teil des Ermittlungsverfahrens. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg bestätigte einen Bericht des NDR, wonach der Sammler in der Nähe von Hamburg für den überwiegenden Teil der Waffen eine Genehmigung habe.

Waffenfund bei Hamburg: Staatsanwaltschaft ermittelt

Für den kleineren Teil der Waffen, für den keine Genehmigung vorlag, werde er jetzt strafrechtlich verfolgt. „Dabei handelt es sich um einen ganz marginalen Anteil“, sagte die Sprecherin.

Bei dem Einsatz am vergangenen Freitag sind laut LKA Niedersachsen auch mehrere Tausend Schuss Munition gefunden worden. Bei dem Mann werde „aufgrund der Gesamtumstände von einer rechten Gesinnung ausgegangen“. Angaben zu seiner Person wurden nicht gemacht.

Waffensammler in Seevetal mutmaßlich „mutmaßlich rechter Gesinnung“

Die Maßnahmen waren wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffen- sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz erfolgt. Bei den Waffen handele es sich um Kurzwaffen, Langwaffen und Kriegswaffen, hieß es. Kurzwaffen sind meist Revolver oder Pistolen, Langwaffen sind Gewehre.

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In den vergangenen Monaten und Jahren sind bei Rechten immer wieder Waffen gefunden worden. Im Juli ließ die Staatsanwaltschaft Lüneburg zehn Objekte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern durchsuchen. Gefunden wurden diverse Waffen, Waffenteile, Munition, elektronische Speichermedien und Tonträger.

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