• Die Polizei in Niedersachsen hatte am Wochenende viel zu tun – Gäste einer Party griffen die Beamten an.
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Polizei im Corona-Stress: Party, Massen-Sauna und Angriffe auf Beamte

Cloppenburg/Vechta/Osnabrück –

Mitten in der Hochphase der Corona-Pandemie mit zahlreichen Infizierten und Toten gibt es leider immer noch Menschen, die meinen, dass die Corona-Regeln für sie nicht gelten. Am Wochenende hatte die Polizei in Niedersachen deswegen einiges zu tun – von Partys über eine Massen-Sauna bis hin zu Angriffen auf Beamte war alles dabei.

In den Kreisen Cloppenburg und Vechta hatte die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln geahndet und unter anderem eine Sauna geschlossen. Am Samstagabend wurden 17 Gäste ertappt, die in Cloppenburg gemeinsam auf engstem Raum schwitzten. Die meisten von ihnen bekamen einen Platzverweis, wie die Beamten am Sonntag mitteilten. Gegen den Saunabetreiber erging außerdem ein Betriebsverbot.

Schwitzen in Corona-Zeiten: Polizei verteilt Platzverweise

Nach weiteren Kontrollen gab es in den beiden westniedersächsischen Landkreisen mehr als 90 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren, etwa im Zusammenhang mit Versammlungen und Partys ohne Mindestabstand oder ohne Schutzmasken. Die Polizei hatte dabei nach eigenen Angaben alle Hände voll zu tun. „Insgesamt zeichnete sich während der Kontrollen zunehmende Uneinsichtigkeit ab“, hieß es.

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Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde sogar Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen. Die Männer hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Der Mann habe sich aber geweigert.

Polizei löst Party auf: Gäste greifen die Beamten an

Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig sei. Die Polizei ermittelt wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (alu)

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