• Auch an Ostern raten viele Küstenorte von Tagesausflügen an das Meer ab und verschärfen die geltenden Regeln.
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Osterurlaub am Meer: Etliche Badeorte im Norden raten vom Besuch ab

Noch vor einer Woche setzten sich die Ministerpräsidenten der Küstenländer beim Gipfeltreffen für einen sicheren Tourismus über Ostern ein. Nun rudern viele zurück und die Stimmung an den Küstenorten ist angespannt. Doch was ist wo erlaubt? Und wie bereiten sich die Strände auf einen möglichen Ansturm an den Ostertagen vor? 

In allen Nordbundesländern gelten strenge Vorschriften: Zusammensein mit maximal fünf Personen, ein touristisches Beherbergungsverbot, der Einzelhandel ist weitestgehend auf Click&Collect reduziert. Vielerorts soll der Osterurlaub ausfallen, um das deutschlandweit steigendende Infektionsgeschehen zu bremsen. 

Küstenorte raten von Tagesausflügen an Ostern ab

Einigen Bürgermeistern der Küstenorte geht das nicht weit genug: Sie sind besorgt, wegen des möglichen Ansturms der Besucher und Tagestouristen. Denn Vorteile für die Touristenbranche hätten die Gäste fast keine: Die Auflagen für die Außengastronomie sind streng, Hotels und Ferienwohnungen bleiben geschlossen.

So appelliert Norderneys Bürgermeister Frank Ulbrichts (SPD) an potentielle Tagesgäste, die Insel zu meiden. Auch in anderen Orten wie St. Peter-Ording und Timmendorfer Strand wird potentiellen Besuchern abgeraten zu kommen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt weiterhin ein touristisches Einreiseverbot.

Doch viele Küstengemeinden rechnen trotzdem mit Ausflüglern. Der Appell an die Besucher auf Sylt: „Auch Tagesgäste mögen sich bitte testen – eine Teststation haben wir unmittelbar am Bahnhof Westerland eingerichtet“, so der Bürgermeister Nikolas Häckl.

Eigentümer von Ferienhaus oder -wohnung können diese über Ostern nutzen

Einzig Eigentümer von Ferienwohnungen oder -häusern können über Ostern für mehrere Tage an die Küste fahren – oder die Übernachtungsmöglichkeit Freunden und Verwandten unentgeltlich überlassen. 

Zudem haben einzelne Kommunen im Norden ihre Corona-Regelungen verschärft. So hat Cuxhaven nach dem Besucheransturm am Dienstag entschieden, einige Gebiete ab Gründonnerstag für Tagestouristen zu sperren. Einige Kommunen kündigen außerdem eine Ausweitung der Maskenpflicht und verstärkte Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt an.

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Eine Ausnahme stellen Dauercamper in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern dar: Für sie haben Campingplätze an der Küste wieder geöffnet. Bereits 400 bis 500 Parzellen seien in der Gemeinde Wangerland in Friesland, in Hooksiel und in Schilling von Dauercampern bezogen worden, erzählt Ingo Kruse von der Wangerland Touristik-Gesellschaft. (es)

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