Silbersee
  • In Niedersachsen und Bremen ist die Wasserqualität von Badegewässern größtenteils „gut“. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Moritz Frankenberg

So ist die Wasserqualität der Badeseen in Niedersachsen und Bremen

Die Strandsaison ist da! In Niedersachsen und Bremen wurden die bewachten Badestellen an Seen, Flüssen und an der Nordsee am Wochenende offiziell eröffnet – doch wie steht es um die Wasserqualität?

Erfreuliche Nachricht: Bis auf einige Ausnahmen wird die Wasserqualität an nahezu allen Badestellen in Niedersachsen und Bremen mit der zweithöchsten Stufe „gut“ bewertet. Seit diesem Sonntag können Menschen im Norden an den Badeseen und Flüssen wieder schwimmen gehen.

Badeseen: So steht es um die Wasserqualität in Niedersachsen und Bremen

An lediglich zwei Badestellen gibt es nach Daten des niedersächsischen Gesundheitsamtes Mängel. Am Dümmer See im Landkreis Diepholz wurden mehrere Badestellen wegen eines erhöhten Aufkommens von Cyanobakterien („Blaualgen“) gesperrt. Die Bakterien können giftig sein und die Haut reizen. Sie treten vor allem in den Sommermonaten bei hohen Wassertemperaturen in stehenden Gewässern auf. In Wremen (Landkreis Cuxhaven) wurde der Nordseestrand wegen seiner Wasserqualität – wie schon 2019 und 2021 – als „mangelhaft“ eingestuft. Entlang der Unterweser sind einige Badestellen nur in der Kategorie „ausreichend“ bewertet.

Hannover: Meiste Badestellen haben gute Wasserqualität

In der Region Hannover ist laut dem Gesundheitsamt an 24 von 25 Badestellen die Wasserqualität mindestens „gut“. Wie auch in Bremen wurden die ersten Wasserproben hier am 2. und 3. Mai entnommen. Bis zum Ende der Saison am 15. September soll mindestens alle 30 Tage die Wasserqualität an jedem Badeort untersucht werden, wie das Gesundheitsamt mitteilte. Einzig am Parksee Lohne in Isernhagen gelte eine Badewarnung wegen einer Blaualgenentwicklung. Ein Badeverbot gilt hier bisher nicht.


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Am Sonntag war zum Beispiel am Silbersee in Langenhagen bei Hannover schon viel Betrieb. Viele Menschen sonnten sich auf der Wiese, spielten mit ihren Kindern oder warfen den Grill an. Ins Wasser wagten sich aber nur wenige.

„Anbaden“: Badesaison auf ostfriesischen Inseln eröffnet

Auf Baltrum wagten sich am Sonntagvormittag etwa 60 bis 70 Mutige in die kalte Nordsee. Die ostfriesische Insel hatte erstmals nach zweijähriger Corona-Pause wieder zum traditionellen „Anbaden“ an den Nordstrand eingeladen. Wie die Kurverwaltung mitteilte, waren mindestens doppelt so viele Zuschauerinnen und Zuschauer dabei. Bürgermeister Harm Olchers freute sich über die rechtzeitige Ankunft des ersten DLRG-Teams. Die Rettungsmannschaften seien hoch professionell und gut geschult, sagte er.

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Mitte Mai ist für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) offiziell Saisoneröffnung, einige Stationen wie etwa in Grömitz sind nach Angaben der DLRG aber schon seit Ende April besetzt. Auch die Rettungsschwimmer der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind in die Wachsaison gestartet. In Zinnowitz auf Usedom etwa achten sie bereits seit dem 1. Mai auf ein sicheres Badevergnügen. Wasserwacht-Flaggen werden in der Sommersaison auch an Stränden rund um die Kieler Förde und in Warnemünde wehen.

DLRG: 5000 Rettungsschwimmer für sicheres Badevergnügen an Küsten

Die DLRG braucht im Sommer rund 5000 Rettungsschwimmer, Bootsführer und Wachführer an den Küsten – gut verteilt auf den Zeitraum von Anfang Mai bis Ende September, so ein DLRG-Sprecher. „Die meisten werden in der Haupturlaubszeit eingesetzt. Hier ist aber auch die Nachfrage von Bewerberinnen und Bewerbern oft größer als das Angebot an verfügbaren Plätzen.“ Bis Mitte Juli gebe es aber noch recht viele freie Plätze. „Wir können noch Verstärkung gebrauchen. Kurzentschlossene können sofort eingesetzt werden.“ (mp/dpa)

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