Mitarbeiter in der Zulassungsstelle in Holzminden sollen eine schwarze Kasse betrieben haben (Symbolbild)
  • Mitarbeiter in der Zulassungsstelle in Holzminden sollen eine schwarze Kasse betrieben haben (Symbolbild)
  • Foto: imago/Steinach

Schwarze Kasse in Zulassungsstelle: Fast alle Mitarbeiter fliegen raus!

Wegen des Verdachts auf eine schwarze Kasse werden in der Zulassungsstelle Holzminden nahezu alle Mitarbeiterposten neu besetzt. Insgesamt würden zwölf der 14 Stellen in der Abteilung des Straßenverkehrsamtes ausgetauscht, sagte der Sprecher des Landkreises Holzminden, Peter Drews am Freitag.

Die Summe des abgeflossenen Geldes sei mindestens vierstellig. Auch gegen ehemalige Mitarbeiter der Zulassungsstelle werde ermittelt. Seit Montag, 15. November, ist die Einrichtung dicht. Nur die Führerschein- und Bußgeldstelle im Straßenverkehrsamt haben geöffnet.

An- oder Ummeldungen kommende Woche wieder möglich

Anfang kommender Woche seien möglicherweise An- oder Ummeldungen wieder möglich, sagte der Kreissprecher. Die Zulassungsstellen aus umliegenden Kreisen sollen einspringen. „Wir warten aber noch auf Genehmigungen, unter anderem von den Verkehrsministerien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen“, sagte Drews.


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Zudem sollen in Holzminden bald neue Mitarbeiter ihren Dienst antreten. „Wir führen bereits Bewerbungsgespräche“, sagte Drews. Möglicherweise könnten in den kommenden ein bis zwei Wochen die ersten neuen Mitarbeiter mit der Einarbeitung beginnen. Zuvor hatte der NDR am Donnerstag über die Entwicklung in Holzminden berichtet.

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Auch die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelt in dem Fall. Die strafrechtliche Untersuchung bezieht sich allerdings nur auf einen Teil der bisherigen zwölf Mitarbeiter. Ursprünglich war die Staatsanwaltschaft von einem Schaden in dreistelliger Höhe ausgegangen. (mp/dpa)

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