Bei Durchsuchungen in niedersächsischen Gefängnissen haben Beamte Drogen, Waffen und Handys gefunden.
  • Bei Durchsuchungen in niedersächsischen Gefängnissen haben Beamte Drogen, Waffen und Handys gefunden.
  • Foto: picture alliance / dpa/Jens Büttner

Razzia in Gefängnissen: Unglaublich, wie viele Drogen Knackis horten

Trotz strenger Kontrollen finden Beamte in den niedersächsischen Gefängnissen immer wieder verbotene Gegenstände. Neben Drogen und Waffen wird besonders gerne auch ein noch ein anderer Artikel ins Gefängnis geschmuggelt.

Bei Durchsuchungen in den niedersächsischen Gefängnissen haben Beamte Drogen, Waffen und Handys gefunden. Insgesamt seien im ersten Halbjahr 2021 rund 550 gefährliche Gegenstände, darunter Rasierklingen, abgeschliffene Bestecke oder andere Hiebwaffen sichergestellt worden, teilte das Justizministerium mit.

Außerdem seien in 450 Fällen Drogen gefunden worden. Dabei handelte es sich um Marihuana, Amphetamine, Ecstasy, Heroin, Kokain, aber auch sogenannte neue psychoaktive Substanzen. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Kräutern und Chemikalien.

2021: Schon 3000 Hafraumuntersuchungen in Niedersachsen

Die Gegenstände wurden sowohl bei größeren und kleineren Kontrollen in den Zellen der Gefangenen, als auch auf dem restlichen Gelände der Gefängnisse entdeckt. Immer wieder fanden die Beamten auch illegale Mobiltelefone. Bisher wurden im laufenden Jahr 324 Geräte entdeckt, 189 davon außerhalb der Zellen.

Die Justizvollzugseinrichtungen reagieren aktuell mit verstärkten Kontrollgängen und einer erhöhten Personalpräsenz in den Außenbereichen, sagte eine Sprecherin des Justizministeriums.


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In diesem Jahr sei die Anzahl der Haftraumrevisionen, also der sehr umfangreichen Kontrollen, bei denen auch in Lüftungsschächten, unter Dichtungsgummis oder in Steckdosen nachgeschaut wird, erhöht worden. Im laufenden Jahr waren es bereits knapp 3000. Im gesamten Jahr 2020 waren es gut 4500.

In ganz Niedersachsen gibt es derzeit zwölf Justizvollzugsanstalten. Im geschlossenen Vollzug sind dort gut 4400 Menschen inhaftiert. (dpa/jw)

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