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Seit Monaten versucht der Landkreis Göttingen, ein Dutzend Galloway Rinder einzufangen. (Symbolbild)
  • Seit Monaten versucht der Landkreis Göttingen, ein Dutzend Galloway Rinder einzufangen. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Karina Hessland

Posse um entlaufene Rinder: Nicht hupen im Sperrgebiet – hohes Bußgeld droht

Seit dem Sommer beschäftigt eine Posse um Dutzende entlaufene Rinder den Kreis Göttingen in Niedersachsen. Der Landkreis versucht die Tiere einzufangen, Unbekannte verhindern das regelmäßig. Nun wird ein Gebiet bereits zum zweiten Mal abgeriegelt – wer es trotzdem betritt, dem droht ein hohes Bußgeld.

Ab Mittwoch bis einschließlich 8. November darf der Bereich zwischen den Dörfern Bremke und Ischenrode nicht betreten werden. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 5000 Euro. Zunächst berichtete der NDR. Demnach sind Landwirte, Einsatz- und Rettungskräfte sowie Jagdpächter von dem Verbot ausgenommen. Wer mit dem Auto durchfährt, darf nicht anhalten, hupen oder Lichtsignale geben.

Landkreis versucht seit Sommer, die Rinder einzufangen

Es ist bereits das zweite Mal, dass das Gebiet in der Gemeinde Gleichen abgesperrt wird, zuletzt bis zum 16. Oktober. Seit Monaten versucht der Landkreis, die rund 70 Tiere eines Züchters aus der Gemeinde wieder einzufangen – wird dabei aber immer wieder gestört.

Tierseuchenrechtliche Kontrollen und eine Betreuung durch einen Tierarzt seien lange überfällig. Um die Störer der Einfangaktionen zu ermitteln, sei die Polizei eingeschaltet worden, teilte der Landkreis mit. Erst vor ein paar Wochen sollen Unbekannte zwölf zusammengetriebene Rinder mit Trillerpfeifen verscheucht haben.

Unbekannte scheuchen die Rinder immer wieder auf

Die Störer hätten sich als Tierschützer ausgegeben. „Das sind keine Tierschützer“, sagte Gleichens Bürgermeister Dirk Otter (SPD). Die Tiere würden durch derartige Aktionen aufgeschreckt und rennen unberechenbar durch die Gegend. So würden sie sich selbst ebenso wie Passanten gefährden.

Die Rinder streunen seit Mitte Juni durch die Region. Ursprünglich sollte der Bestand des Rinderzüchters halbiert werden, mittlerweile solle die Zucht komplett aufgelöst werden. Über viele Monate habe es Missstände in der Zucht gegeben. Klagen des Züchters gegen die Verkleinerung seines Rinderbestandes wiesen Gerichte ab.

Züchter weigert sich, die Galloways einzufangen

Der Landkreis verhängte gegen den Halter inzwischen generelles Verbot für die Haltung von Nutztieren. Der Züchter sei eigentlich dafür verantwortlich, die Tiere wieder einzufangen. Er weigere sich aber, weil er nicht wolle, dass ihm die Tiere weggenommen werden.

Wie genau die Dutzenden Tiere ausbüxten, ist unbekannt. Klar ist: Zwölf Tiere hat der Landkreis im Juni abgeholt, zwölf weitere flohen, als sie ebenfalls abgeholt werden sollten. Unklar ist auch, wie viele Tiere genau frei herumlaufen. (aba/dpa)

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