Gorch Fock
  • Die „Gorch Fock“ fährt, von einem Schlepper begleitet, aus dem Hafen.
  • Foto: picture alliance/dpa/Sina Schuldt

Nach Kostenexplosion: Frisst die „Gorch Fock“ noch mehr Steuergelder?

Um die „Gorch Fock“ zu erneuern, wurden 135 Millionen Euro aufgewendet. Weitere Ausgaben für die Instandhaltung des Schiffes sind geplant.

Die Instandhaltung des Schulschiffes Gorch Fock wird die öffentliche Hand nach Einschätzung des Bundes der Steuerzahler auch künftig viel Geld kosten. „ Künftig werden weitere Millionen Euro für die Intensivpflege hinzukommen. Die ,Gorch Fock‘ wird die Steuerzahler weiter beschäftigen und belasten, sagte Reiner Holznagel, Präsident des Steuerzahlerbundes, der Neuen Osnabrücker Zeitung (Donnerstag). Demnach seien bei der Marine etwa alle zweieinhalb Jahre vier bis fünf Monate andauernde Checks des Schiffes geplant.


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Die jahrelange und teure Sanierung des Seglers nennt Holznagel eine Chronik der Pleiten, Pech und Pannen, eine Chronik der Prestigesucht, Kostenexplosion und Steuergeldverschwendung.

Sanierung der Gorch Fock kostete 135 Millionen Euro

Die deutsche Marine bekommt am Donnerstag nach fast sechs Jahren ihr runderneuertes Segelschulschiff zurück. Die Bremer Lürssen-Werft übergibt den Dreimaster in Wilhelmshaven an den Auftraggeber. Nach Marineangaben soll die Gorch Fock nachmittags in Richtung Nordsee auslaufen. Sie wird am kommenden Montag (4.10.) in ihrem Heimathafen Kiel zurückerwartet.

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Die Instandsetzung des 1958 gebauten Schiffs hatte im Dezember 2015 begonnen. Die Kosten überstiegen rasch die geplanten 10 Millionen Euro und erreichten schließlich 135 Millionen Euro, weil mehr erneuert werden musste als erwartet. Zudem gab es finanzielle Unregelmäßigkeiten beim ersten Auftragnehmer, der Elsflether Werft. Sie musste im Februar 2019 Insolvenz anmelden. Die Marine bildet auf dem Schulschiff ihre Offiziersanwärter und -anwärterinnen im seemännischen Handwerk aus. (dpa/jw)

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