Symbolbild: Ein Feuerwehrauto mit eingeschaltetem Blaulicht fährt zum Einsatz.
  • Austretendes Kohlenmonoxid sorgte für mehrere Einsätze im Norden. Eine 65-Jährige starb an einer Vergiftung. (Symbolbild)
  • Foto: dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska

Gasvergiftung: Frau stirbt in ihrer Wohnung – acht weitere Verletzte

Eine 65-jährige Frau ist am Sonntag in Weener (Landkreis Leer) an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Auch in Papenburg (Landkreis Emsland) und Osnabrück löste austretendes Gas Rettungseinsätze aus.

Angehörige hatten die 65-Jährige leblos in ihrer Wohnung gefunden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Rettungskräfte konnten am Sonntagabend nur noch den Tod der Frau feststellen. Das giftige Gas stammte offenbar aus einem verstopften Ofenrohr. Acht weitere Personen wurden demnach verletzt, fünf von ihnen kamen stationär ins Krankenhaus. Unter den Verletzten sind laut Polizei auch Rettungskräfte und Polizisten.

Bei Leer: Frau stirbt an Kohlenmonoxid-Vergiftung

Ebenfalls am Sonntag war in Osnabrück wegen eines Defekts an einer Gastherme Kohlenmonoxid in einem Wohnhaus ausgetreten. 21 Menschen wurden medizinisch behandelt. Eine 12-Jährige, die zunächst das Bewusstsein verloren hatte, und ihre 34-jährige Mutter wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die restlichen Bewohnerinnen und Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.


Logo MOPO Blaulicht-News

Ob es um Polizei-Razzien, Großbrände, Sturmfluten oder schwere Unfälle auf den Autobahnen geht: Polizei und Feuerwehr sind in Hamburg und im Umland rund um die Uhr im Einsatz. Die MOPO-Reporter behalten für Sie den Überblick und liefern Ihnen die wichtigsten Blaulicht-Meldungen von Montag bis Samstag bequem per Mail ins Postfach.

Hier klicken und die MOPO Blaulicht-News kostenlos abonnieren.


Am frühen Montagmorgen schlug zudem in einer Papenburger Wohnung ein Kohlenmonoxid-Warngerät Alarm. Das giftige Gas stammte von einem vor einem offenen Fenster abgestellten Kohlegrill, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig retten, niemand wurde verletzt.

Das könnte Sie auch interessieren: Tödlich: Neue Warngeräte sollen unsichtbare Gefahr erkennen

Das geruchs- und farblose Kohlenmonoxid hindert den Körper an der Sauerstoffaufnahme. Bereits kleine Mengen können zu Bewusstseinstrübungen, Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen, wie die Feuerwehr mitteilte. Das Gas entsteht bei unvollständigen Verbrennungen, beispielsweise bei glimmender Grillkohle. Glühende Kohle sollte deswegen laut der Feuerwehr unter freiem Himmel bei ausreichender Belüftung gelagert oder abgelöscht werden. (dpa/fbo)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp