Niedersachsens Apotheken haben durch die Corona-Krise deutlich mehr Geld verdient. (Symbolbild)
  • Niedersachsens Apotheken haben durch die Corona-Krise deutlich mehr Geld verdient. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Martin Schut

Dank Corona: Umsatzboom für Apotheken

Dank der Corona-Krise erleben Apotheken einen regelrechten Umsatzboom. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik ist der Umsatz in Niedersachsen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 Prozent gestiegen.

Besonders der März und der Dezember brachten deutliche Umsatzsteigerungen. Am Anfang des Jahres waren vor allem Desinfektionsmittel gefragt, gegen Ende waren es Mund- und Nasenbedeckungen. Und auch in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres stieg der Umsatz der niedersächsischen Apotheken noch einmal um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Corona-Krise: Apotheken verdienen sich „dumm und dämlich”

In der Vergangenheit kam es zu massiver Kritik an den Verdiensten der Apotheken. Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung”, WDR und NDR hat eine Maske die Apotheker im Bundesdurchschnitt 1,22 Euro gekostet. Pro Maskengutschein erstattete ihnen die Bundesregierung aber ganze sechs Euro. 

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Auf „tagesschau.de” berichtete ein Apotheker aus Berlin, dass sie sich damit „dumm und dämlich” verdient hätten. Ein Apotheker aus Hamburg spendete deshalb 15.000 Euro vom Gewinn an Obdachlose, Flüchtlingslager und Schulen.

Mehr Personal in Niedersachsens Apotheken

Allerdings hatten die Apothekerinnen und Apotheker auch einen deutlichen Mehraufwand. Laut einer Sprecherin der Apothekerkammer zählten zu den zusätzlichen Aufgaben unter anderem die Herstellung von Desinfektionsmitteln, die Ausgabe von Schutzmasken, die Durchführung von Antigen-Schnelltests und die Bestellung von Impfstoffen für Haus- und Betriebsärzte.

Zudem komme aktuell die Ausstellung der digitalen Covid-19-Impfzertifikate dazu. Das würde die Angestellten der rund 1800 Apotheken in Niedersachsen sehr fordern. 

Seit dem Beginn der Pandemie haben die Apotheken auch personell aufgestockt. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik war im Jahr 2018 die Anzahl der Beschäftigten im Jahresvergleich noch um 0,5 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2020 nahm die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 5,8 Prozent zu. (dpa/lmr)

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