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Tote Puten werden vor einem Geflügelhof nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einen Container gekippt.
  • Tote Puten werden vor einem Geflügelhof nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einen Container gekippt. (Archivfoto)
  • Foto: picture alliance / dpa/Armin Weigel

Schon 4300 Tiere tot! Wieder Vogelgrippe im Norden ausgebrochen

Zum wiederholten Mal ist in Deutschland in diesem Jahr die Vogelgrippe ausgebrochen. Dieses Mal im niedersächsischen Emsland – und das mit weitreichenden Folgen.

In einem Putenmastbetrieb in Lorup (Landkreis Emsland) wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. 4300 Puten im Alter von 15 Wochen wurden wegen des Nachweises des Virus-Subtyps H5N1 getötet, wie der Landkreis Emsland am Dienstag mitteilte.

Von Mittwoch an gelte zudem eine Allgemeinverfügung, die unter anderem die Einrichtung einer Schutzzone im Umkreis von drei Kilometern um den Betrieb vorsieht.

Über 3,8 Millionen Tiere betroffen

Von dieser Zone sind 30 Betriebe mit 776.330 Tieren sowie 16 Hobbyhaltungen mit 266 Tieren betroffen. In die größere Überwachungszone mit einem Radius von 10 Kilometern fallen über 3,8 Millionen Tiere.

In der Schutzzone müssen Betriebe ihre Tiere zweimal wöchentlich auf eine mögliche Infektion hin untersuchen. Innerhalb der beiden Zonen sind der Transport von lebendem Geflügel und Eiern verboten und es gilt eine Stallpflicht. Der betroffene Betrieb werde zudem gereinigt. Frühestens nach 21 Tagen ohne weiteren Fall endet die Schutzzone, erst nach 30 Tagen kann die Überwachungszone enden.

Vogelgrippe bricht ungewöhnlich häufig aus

Im Emsland war zuvor in der Gemeinde Surwold ein Vogelgrippe-Ausbruch festgestellt worden, wie der Landkreis mitteilte. Dort wird die Schutzzone nun am 21. Oktober aufgehoben.

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In diesem Jahr gab es in ganz Europa eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Ausbrüchen im Sommer. Auch in Niedersachsen waren zahlreiche Betriebe betroffen. Für gewöhnlich liegt die Vogelgrippe-Saison zwischen Oktober und April.

„Damit hat das Geflügelpest-Geschehen eine neue, sehr besorgniserregende Qualität angenommen“, sagte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Sie sprach sich im September für die Entwicklung eines Impfstoffes sowie eine mögliche Ausdünnung kommerzieller Geflügelhaltungen aus. (dpa)

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