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Nahverkehr steht still: Streik in MeckPomm: Auch Schulbusse betroffen

Verdi hat rund 1.500 Mitarbeiter von Nahverkehrsbetrieben zu einem Warnstreik aufgerufen. Damit soll vor der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Dienstag der Druck auf den Kommunalen Arbeitgeberverband MV erhöht werden. Die zweite Runde war am vergangenen Freitag ohne Ergebnis geblieben.

Nach erfolglosen Verhandlungen am Freitag ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem Warnstreik der 1.500 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr aus. Seit Donnerstagmorgen wird in großen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns gestreikt. Der Warnstreik hat um 3 Uhr begonnen und soll bis in die frühen Morgenstunden am Freitag dauern, wie der Landesstreikleiter von Verdi am Donnerstagmorgen sagte.

Zu den betroffenen Regionen zählen Rostock, Greifswald und die Landkreise Nordwestmecklenburg, Vorpommern-Rügen und Ludwigslust-Parchim.

Streik: Auch Schulbusse fahren nicht

Im Bereich Ludwigslust-Parchim sind täglich 200 Busse für rund 11.000 Schüler im Einsatz, gerade der Schülerverkehr ist von dem ganztägigen Warnstreik stark betroffen, sagte Stefan Lösel, der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim, im Gespräch mit NDR 1 Radio MV.

Das fordert die Gewerkschaft ver.di

Die Forderungen der Gewerkschaft belaufen sich auf 2,06 Euro mehr die Stunde für die Beschäftigten, sowie einer Einmalzahlung von 100 Euro. Laut NDR-Informationen verliefen die Tarifverhandlungen am Freitag daraufhin ins Leere.

Streik: Das bieten die Arbeitgeber

Laut Streikleiter Pliete hatten die Arbeitgeber am vergangenen Freitag ab Januar 2020 ein Gehaltsplus von 60 Euro angeboten, ab 2021 ein Plus von 1,5 Prozent und zwei Prozent ab 2022. Doch die Gewerkschaft, ist damit „nicht zufrieden“, sagt Pliete. Die Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, Gabriele Axmann habe „kein Verständnis dafür, dass die Gewerkschaft ihre Forderungen auf dem Rücken der Fahrgäste durchsetzen will.“, wie der NDR berichtet.

„In der zweiten Verhandlungsrunde wurden die Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband erneut vertagt. Einen ernsthaften Abschlusswillen haben wir nicht erkennen können, deshalb soll dieser zweite Warnstreik nun den Druck erhöhen“, teilte ver.di mit.

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Die Arbeitgeber fordern die Gewerkschaft auf, die Streiks einzustellen, denn „Ergebnisse werden nicht auf der Straße erzielt“, deswegen wollen sich die Tarifpartein am kommenden Dienstag erneut zu weiteren Verhandlungen treffen. (dpa/mp)

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