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Nach 26 Jahren: Polizei identifiziert Wasserleiche – durch Zufall

Am zweiten Weihnachtstag 1994 wird in der Gemarkung Eickhorst (Landkreis Gifhorn) in einem Wasserloch liegend die Leiche einer Frau aufgefunden – äußerliche Verletzungen weisen auf ein Tötungsdelikt hin. Nun, 26 Jahre später, wissen die Ermittler: Es handelt sich um Zakia M., eine damals erst 28 Jahre alte Frau aus Tunesien. Auf die richtige Fährte brachte die Polizei die Schwiegertochter des Opfers – und das offenbar völlig zufällig.

Die Frau gab nämlich für ihren Mann – Sohn des Opfers – eine Vermisstenanzeige auf. Durch ein DNA-Test und ein Abstammungsgutachten konnte die Polizei eine zweifelsfreie Zugehörigkeit beider Personen bestimmen. Ein Durchbruch in den Ermittlungen, und das nach knapp drei Jahrzehnten.

Nach 26 Jahren: Polizei identifiziert Wasserleiche – durch Zufall

Und doch bleibt dieses Rätsel ungelöst: Was ist mit der Frau, die am 13. Dezember 1994 in Hannover landete, nur wenige Tage darauf getötet wurde, passiert?

Der rote Punkt zeigt den Ort, wo Zakia M. damals gefunden wurde.

Der rote Punkt zeigt den Ort, wo Zakia M. damals gefunden wurde.

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Polizei

„Auf dem Flug könnte Zakia M. eine Frau kennengelernt haben, von der sie in den darauffolgenden Tagen besucht wurde“, sagt ein Polizeisprecher. „Die unbekannte Frau – möglicherweise aus dem Raum Wolfsburg – wird dringend als Zeugin gesucht.“ Zakia M. soll nach ihrer Einreise auch mit Personen aus Salzgitter Kontakt gehabt haben.

Immer noch noch nicht ausschließen können die Ermittler einen Zusammenhang mit dem Vermisstenfall Ganya Thielke: Sie wurde zwei Tage vorher im gleichen Jahr das letzte Mal gesehen, hatte davor als Prostituierte deutschlandweit gearbeitet. Sie verschwand spurlos; keine Leiche, keine Zeugen – „keine Erkenntnisse“. Hinweise: Tel 05371-9800. (dg)

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