Eine Laborantin hält zwei Petri-Schalen in den Händen.

Der Kreis Vorpommern-Rügen hat mehrere im Labor bestätigte Fälle von Ehec-Infektionen gemeldet. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Matthias Bein

Mysteriöse Ehec-Infektionen: Immer mehr Kinder in Kliniken

Ehec-Erreger gehören zu den Coli-Bakterien und verursachen unter anderem schwere Durchfälle. In MV sind neun Kinder erkrankt, die meisten befanden sich im Urlaub. Sechs von ihnen sind nun in Kliniken.

Nachdem dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) bereits gestern vier Ehec-Infektionen gemeldet wurden, sind nun weitere bestätigte Ehec-Infektionen in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Vorpommern Greifswald eingegangen. Insgesamt seien neun Kinder erkrankt, fünf wiesen ein sogenanntes hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auf, was ein Nierenversagen zur Folge haben kann. Sechs der Erkrankten werden laut Lagus in verschiedenen Bundesländern aktuell stationär betreut.

Urlaubskinder infiziert – mehrere müssen auf Intensivstation

Im Landkreis Vorpommern-Rügen sind insgesamt sechs Kinder im Alter von 1 bis 14 Jahren erkrankt, darunter ist auch ein Verdachtsfall. Bei den Kindern handele es sich größtenteils um Urlaubskinder, ein Kind komme aus MV. Drei Kinder werden mit HUS intensivmedizinisch versorgt. 

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden der Behörde insgesamt drei Ehec-Infektionen gemeldet. Betroffen sind drei Kinder im Alter von 1 bis 5 Jahren, die alle aus MV stammen und im Krankenhaus behandelt werden. Zwei hätten ein HUS entwickelt und müssten intensivmedizinisch betreut werden.

Ansteckung über Schmierinfektion möglich

 „Enterohämorrhagische Escherichia coli“ (Ehec) sind Krankheitserreger, die direkt oder indirekt von Tieren auf den Menschen übertragen werden können. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist über eine Schmierinfektion möglich. 

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Infektionen können nach Behördenangaben schwere Erkrankungen hervorrufen, die mitunter zum Tod des Patienten führen. Ehec ist meldepflichtig. In MV wurden nach Zahlen des Lagus bis Ende voriger Woche bereits 134 Fälle in diesem Jahr registriert. Im Gesamtjahr 2024 waren es 132 und 2023 nur 80 Fälle. (dpa)

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