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Mord-Prozess: Rentner rast mit Frau im Auto in Zugmaschine

Kiel –

Vor dem Landgericht Kiel muss sich ab Mittwoch ein Rentner wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau verantworten. Der 71-Jährige soll einen Autounfall verursacht haben, mit der Absicht, sich und seine Frau zu töten.

Laut Anklage soll das Ehepaar am 29. April 2019 im Auto auf der Bundesstraße 77 in Rendsburg unterwegs gewesen sein. Während die Ehefrau auf dem Beifahrersitz saß, soll der Mann am Steuer plötzlich Gas gegeben und lachend gerufen haben: „Jetzt hab ich sie!“

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Dann steuerte er den Wagen mit mindestens 100 km/h ungebremst in das Heck einer vor ihm fahrenden Lkw-Zugmaschine.

Prozess in Kiel: Frau wollte die Hälfte des Sparvermögens

Der Rentner wollte laut Anklage so verhindern, dass seine Frau die Hälfte eines gemeinsamen Sparvermögens ausgezahlt bekommt. Wie ein Pressesprecher des Landgerichts gegenüber der MOPO erklärte, ist der Mann seitdem im schleswig-holsteinischen Neustadt in einer Klinik für forensischen Psychiatrie untergebracht.

Die Ehefrau brach sich bei dem Unfall mehrere Rippen und erlitt unter anderem eine Brustkorbprellung.

Ab Mittwoch wird dem Senioren der Prozess gemacht. (jek)

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