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Mord mit Fahrradschloss: Vierfache Mutter erschlagen: Gericht verurteilt Ehemann

Flensburg –

Ein 42 Jahre alter Mann ist am Montag wegen Mordes an seiner Frau vom Landgericht Flensburg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Erste Große Strafkammer sah es als erwiesen an, dass der Mann am 11. April 2019 in Flensburg trotz eines umfassenden Kontaktverbots zu seiner Frau gegangen und die Mutter von vier Töchtern in deren Hausflur mit einem schweren Fahrradbügelschloss erschlagen hat. Die Familie war 2015 aus Afghanistan nach Deutschland geflohen.

Der Familienvater habe „aus Wut über die Zurückweisung und um seinen Macht- und Besitzanspruch über seine Familie zu markieren“, gehandelt, sagte die Staatsanwältin zu Prozessbeginn Anfang Oktober. Die Mädchen waren zum Todeszeitpunkt ihrer Mutter 6, 10, 13 und 16 Jahre alt.

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Mord mit Fahrradschloss: Mann prügelte bis 40 mal auf Frau ein

30 bis 40 Mal soll der Mann auf seine Frau eingeprügelt haben, zitiert das „Flensburger Tageblatt“ aus der Urteilsbegründung. Zwei Mordmerkmale gelten für das Gericht demnach als erwiesen: niedrige Beweggründe und Verdeckungsabsicht. 

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Das Landgericht Flensburg.

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Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie die Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen Totschlags. Der in Untersuchungshaft sitzende Mann lebte getrennt von seiner Frau und den vier Töchtern. Die afghanische Flüchtlingsfamilie war laut Staatsanwaltschaft 2015 nach Deutschland gekommen. Seit 2016 lebt sie in Flensburg. (dpa)

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